?Die Linke? tut etwas zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs!

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans bekanntlich nimmermehr. Deshalb sollten schon die Kleinsten an die tägliche Benutzung des ÖPNV gewöhnt werden.

Eine bedeutsame, zukunftsweisende Maßnahme in diesem Bereich hat der Bezirk Mitte von Berlin ersonnen. Hier ? nicht etwa auf dem platten Land, wo es wenige Kinder und deshalb auch wenige Schulen gibt, sondern im Berliner Stadtkern ? hat man manchen Sechsjährigen eine Grundschule in bis zu fünf Kilometer Entfernung von ihrem Wohnort zugewiesen. Und wenn die Knirpse nicht mal eben fünf Kilometer pro Tag hin und fünf Kilometer pro Tag zurück laufen wollen, wenn womöglich auch nicht Mami und Papi sie Tag für Tag hin und her chauffieren können, dann lernen sie eben schon früh die eigenständige, regelmäßige Benutzung von Bussen und Bahnen.

Wie vorbildlich!

Leider jedoch hat das verständnislose Verwaltungsgericht dies für unzulässig erklärt. Zwar hat der Bezirk gegen diese Entscheidung Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt. Doch auch dieses wollte kein Einsehen zeigen.

Die Kinder hätten ja alle einen Schulplatz, erklärte die zuständige Stadträtin auf Nachfrage. Sie wird sich vielleicht noch entsinnen, wie es auch in der DDR fast alles gab, irgendwo, irgendwie, irgendwann. Für jeden Ost-Berliner einen Apfel pro Tag, schon war die Obstversorgung der ?Hauptstadt? gesichert. Wer nicht 365 Äpfel im Jahr essen wollte, hing dem Luxus an und bewegte sich an der Grenze zum Volksschädling. Und Eltern, die ihren Sechsjährigen keinen täglichen Zehn-Kilometer-Marsch zumuten wollen, wollen sicher daß diese an der schon oft konstatierten zunehmenden Verfettung unseres Nachwuchses sterben.

Nun könnte man fragen, ob sich die Dame nicht schämt. Aber: Sie gehört der ?Linken? an. Und da erübrigt sich eine solche Frage natürlich.

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