Lang lebe die Klimakatastrophe!

In Duisburg und Paris war es gestern heißer als in Kairo oder Athen. Dreißig Grad, mitten im April! Hurra!

Verständlich, denn der Winter war lang und eisig: Er dauerte mehrere Tage, und manchmal bewegten sich die Temperaturen deutlich unter zehn Grad! Da freuen sich die Menschen natürlich, ausgemergelt und bar Brennstoff, wenn endlich, im April, der Sommer beginnt. Die Medien können sich kaum beruhigen, knallhart-investigativ wird nachgefragt, warum denn nicht mal eben, spontan und für zwei Tage, die Freibäder öffnen, viele Mitmenschen zeigen uns wieder Dinge, welche wir AUF GAR KEINEN FALL sehen wollen, und jeder läßt irgendetwas baumeln.

Die Fernsehmeteorologen stimmen uns, durchströmt von Begeisterung und erwartungsvoller als der frömmste Christ im Advent, darauf ein, daß Großes bevorstehen könnte: Neue Hitzerekorde von ungeahnten Dimensionen.

Höchste Waldbrandgefahr Mitte April. Wie wundervoll!

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