Ein Monat Entschädigung genügt!

Nur einen Monat Entschädigung will die Bahn den Kunden des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg für den jüngsten Höhepunkt der Berliner S-Bahn-Krise gewähren. Also einen Monat, in dem Abonnenten und Jahreskartenbesitzer kostenlos fahren können, an dessen Wochenenden der Normalfahrschein als Tagesticket gilt usw.

Von verschiedenen Seiten wurde dies als unzureichend kritisiert, unter anderem vom Senat. Wobei es natürlich nicht so ist, daß Wowereit und Co. wenige Monate vor den Wahlen so tun müssen, als würden sie mal etwas tun ? um dann weitere fünf Jahre lang möglichst wenig tun zu können.

Nein, wenn schon vom Müssen die Rede ist, sollte es heißen: Man muß Verständnis für die Position der Bahn haben!

Im Dezember, als das neue große Chaos über die Berliner S-Bahn und ihre Opfer, pardon: Kunden kam, wurde ja gerade entschädigt für das vorherige große Chaos. Entgangen sind den S-Bahn-Kunden also nicht etwa bezahlte Leistungen, jedenfalls nicht so direkt, sondern nur quasi Freifahrten für schon zuvor entgangene Leistungen. Und weshalb sollte es für einen Monat entgangener Leistungen zwei Monate Entschädigung geben? Weil das Durcheinander mit immer neuen Einschränkungen nun schon seit Jahren anhält? Weil keine Besserung in Sicht ist? Weil Mißwirtschaft, Vertuschungsversuche und leere Versprechen einander abwechselten? Weil die Kunden schlecht behandelt worden sind? Also bitte.

Aber, mag mancher einwenden, im Januar gab es doch wieder nur ein sehr reduziertes Angebot bei der Berliner S-Bahn. Selbstverständlich. Doch noch ist der Winter nicht zu Ende. Wer jetzt schon einen zweiten Monat Entschädigung ankündigt, müßte ja einen dritten drauflegen, falls es im Februar oder März noch einmal schneit ? und der Berliner S-Bahn-Verkehr dann wie mittlerweile gewohnt zusammenbricht.

LETZTE MELDUNG:
S-Bahn-Kunden dürfen einen Monat umsonst warten!
Mehr zum Thema Entschädigung der S-Bahn-Kunden hier.

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