Zwangsbeglückung 3.0

Ein Mann klagt höchstinstanzlich dagegen, daß er sein ungeliebtes uneheliches Kind besuchen müssen soll. Wozu er bislang verdonnert worden ist, auf Geheiß der Mutter.

Wie in so vielen Fällen hilft auch in diesem die Frage weiter: Wie darf man sich das konkret vorstellen? Vier oder fünf Stunden pro Woche muß der Mann mit seinem Sohn verbringen, den betreffend er inzwischen die ganze Nation wissen ließ, er hätte ihn zur Adoption freigegeben? Wird die exakte Einhaltung der vom Gericht festgelegten Mindestkontaktzeit notariell oder polizeilich kontrolliert? Drohen Sanktionen, wenn der Vater sein Kind beispielsweise für geraume Zeit in der nächsten Hüpfburg abgibt? Mit ihm zweimal hintereinander ins Kino geht, um nicht mit ihm reden zu müssen? Möchte die Frau Mutter folglich auch festlegen lassen ? und wird das Gericht dies tun ?, wie sich der Vater in der staatlich verordneten Kontaktzeit zu verhalten hat? Was er mit dem Kind treibt, wie er mit ihm redet? Doch hoffentlich freundlich, väterlich, pädagogisch wertvoll? Aber all dies in ausreichendem Maße? Und darf er dem Kind auch mal über den Kopf streichen? Oder muß er dies sogar?

Oh ja, da bleibt noch viel zu tun für so richtig engagierte Mütter. Und Väter. Und vor allem viel zu klagen. (Natürlich nur zum Wohle des Kindes ? welcher Zehnjährige sehnt sich nicht danach, zwangsweise mit einem wildfremden, widerwilligen Mann zusammengeführt zu werden, mit dem Mutti anno dunnemals mal?)

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