Wut auf Oswald Metzger

Der Parteiaustritt von Oswald Metzger erzürnt mich (für Noch-Mitglieder der Grünen: macht mich wütend und traurig, irgendwie). Denn durch Metzgers Fortgang und seine damit verbundene Mißfallenserklärung für die einstmals alternative Partei wird mir diese für einen Moment wieder richtig sympathisch.

Aber Herr Metzger sollte sich nicht zu früh freuen: Natürlich dürfte er sich wohler fühlen bei Parteien, die eifrig daran arbeiten, daß jenen, die schon kaum mehr etwas haben, auch das noch weggenommen wird, damit jene, die kaum mehr wissen, wohin mit ihrem Zaster, noch mehr bekommen. Das Sein bestimmt bekanntlich das Bewußtsein.

Doch wenn man sich anschaut, wie das Generationenprojekt ?Die Grünen? ? mit zunehmendem Alter seiner herrschenden Schicht ? zu jenem elterlichen Milieu, dem man einst entflohen ist, zurückkehrt; wenn man sich anschaut, wie spießig es inzwischen bei den Ex-Alternativen zugeht und mit wem sie sich folglich immer besser verstehen, dann weiß man: Bald könnte Herr Metzger, beispielsweise als Vertreter der CDU, seinen einstigen Parteifreunden in Koalitionsverhandlungen wiederbegegnen.

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