Beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) ist man gegen eine Zwangsabgabe

Übles wußte die Abendschau des RBB heute zu berichten: Die Partei ?Die Linke? plane eine ZWANGSABGABE für alle Berliner!

Dreißig Euro, so hätten die SED-Nachfolger auf ihrem Landesparteitag beschlossen, solle jeder Hauptstädter künftig für eine Monatskarte für Busse und Bahnen bezahlen, ganz egal, ob er diese nutze oder nicht. Zwar wurde dafür von den unabhängigen, objektiv berichtenden Journalisten hin und wieder auch der Begriff ?Flatrate? gebraucht, der zwar nichts anderes bedeutet als Pauschale, aber natürlich viel schicker, hipper und moderner klingt, weil er nun mal englisch ist. Immer wieder jedoch sah man sich auch bemüßigt, auf den Zwangscharakter der ?Linken?-Pläne hinzuweisen.

Zumal, wenn denn wirklich wie gewünscht mehr Menschen mit Bussen und Bahnen fahren würden, man auch mehr Busse und Bahnen anschaffen müßte, was überhaupt nicht durch die ?Flatrate? abgedeckt wäre (der Qualitätsjournalist weiß natürlich, daß öffentlicher Personennahverkehr in Deutschland ausschließlich durch die Fahrgeldeinnahmen finanziert wird). Und dann käme noch hinzu, daß Erfahrungen aus anderen Städten zeigten: So viele Menschen mehr würden dann gar nicht mit Bussen und Bahnen fahren.

Man sieht also: Alles spricht gegen die geplante Zwangsabgabe, wo man von Staats wegen für etwas zahlen soll, auch wenn man es gar nicht haben möchte und nicht nutzt. Nur empört zeigen können sich über solche wüsten linksradikalen Ideen die Mitarbeiter einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt.

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