Sei doch nicht so kleinlich, verrechnen ist nicht peinlich!

Sowas aber auch! Da sind doch den Experten der Deutschen Bahn AG und der anderen entschiedenen Befürworter von ?Stuttgart 21? bei der Kalkulation der Kosten klitzekleine Fehler unterlaufen! Nun wird?s ein wenig teurer ? so ein, zwei oder drei Milliardchen. An denen sich Land und Stadt gefälligst zu beteiligen haben. Sonst klagt man sie da rein.

Tja, mittlerweile, meint auch Bahn-AG-Chef Grube (No name jokes!): ?So ein Projekt würden wir heute nicht mehr beginnen!?

Aber wo man nun schon mal angefangen hat… Und zwar nur auf Grund ganz seriöser, kritischer, ergebnisoffener Kostenberechnungen und Kosten-Nutzen-Abwägungen…

Jetzt, wo es völlig überraschend viel teurer wird, da kommt es einfach viel billiger, weiterzumachen. Mit zwei, drei oder vier Milliardchen. Vielleicht auch fünf? Sicher ist jedenfalls: Irgendwie wird das am Ende schon noch wirtschaftlich sein. Fast. Oder so.

Und völlig ausgeschlossen ist, daß es noch teurer wird. Und noch länger dauert?s auch nicht. I wo. Wie kommt man bloß auf eine solche Idee?

Zumal der Aufsichtsrat der DB AG mit seinem Beschluß, über Kostengräber vorwärts zu stürmen, ?den Willen der Bevölkerung befolgt?, wie ein Qualitätsrundfunksender zu berichten wußte. Und fünf Minuten später schon, daß ?in Stuttgart die Bevölkerung mehrheitlich für das Projekt gestimmt hatte?.

Genau: Darüber war abgestimmt worden! Und in Stuttgart hatte die Mehrheit ?ja? zum Tunnel gesagt.

Und völlig irre waren meine Einlassungen vom 13. Dezember 2012.

1 Kommentar zu „Sei doch nicht so kleinlich, verrechnen ist nicht peinlich!“

  1. Bernd K. says:

    Es sei nur an den Dialog zwischen Gerhard Polt und Dieter Hildebrandt erinnert in der Sendung zum Main-Donau-Kanal in den 70er Jahren. Dort hiess es auf die (rhetorische) Frage, warum baut man ihn denn weiter, obwohl man weiss, dass er sich niemals rentieren wird: “weil mir””n ang””fangt ham.” Ein Spruch von offenbar zeitloser Gültigkeit!

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