Ein Manipulatiönchen in Ehren …

Wir kennen eine Bundesbildungsministerin, der ihre einstige Alma mater vorwirft, sich den Doktorgrad erschlichen zu haben und ihn ihr deshalb aberkennt.

Da ist natürlich ein Justizminister, der mit mehr als 0,8 Promille Alkohol im Blut am Steuer seines Dienstwagens erwischt wird, keine große Meldung mehr. Auch nicht, wenn dieser Justizminister seine Alkoholfahrt mit der originellen Begründung rechtfertigt, er habe sich gar nicht angetrunken gefühlt, sondern noch voll fahrtüchtig. Und schon gar nicht, wenn dieser Justizminister in der Vergangenheit mit der Forderung aufgefallen ist, man sollte den bei Fahrzeuglenkern zulässigen Alkoholgehalt im Blut von unverantwortlich hohen 0,5 Promille weiter absenken auf 0,3 Promille (eine Forderung, die er mit einem öffentlichkeitswirksamen Selbstversuch untermauerte). Und daß dieser Justizminister, der mitsamt seiner Regierung gerade abgewählt worden ist, nun Landtagspräsident werden möchte, spielt natürlich auch keine Rolle.

Unsere freien, unabhängigen Medien haben denn auch frei und unabhängig gehandelt ? und über den Fall nur ganz am Rande berichtet (ZDF) oder auch gar nicht (ARD außerhalb Niedersachsens). Es gab ja auch so viele andere, ungemein wichtige Themen. Zum Beispiel ob der neue EU-Haushalt beschlossen oder andernfalls die EU aufgelöst wird. Wer über irgendeinen roten Teppich läuft. Und in Kürze sicher auch wieder, wie arg der Alkoholmißbrauch um sich greift bei Kindern (unter dreißig Jahren).

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