BVG oder nee

In Berlin hat ein 16jähriger Kevin ? pardon: ein 16jähriger BVG-Praktikant namens Kevin seine Zugangsberechtigung zu einem Betriebshof genutzt, um einen Linienbus zu entwenden. Als ihn die Polizei dabei ertappte, versuchte er durch enge Nebenstraßen zu fliehen ? mit dem Bus, wodurch manch Schaden entstand.

Natürlich ist dies unschön und inakzeptabel. Doch sollte nicht die BVG zugleich erfreut sein über soviel Enthusiasmus eines Heranwachsenden für ihren Betrieb? Jemand, der so versessen darauf ist, einen Linienbus zu steuern ? der wird womöglich sogar auch die den Buslenkern anvertraute Fahrkartenkontrolle bei den Zusteigenden ernsthaft betreiben. Selbst abends oder bei großem Andrang.

Nein, die Berliner Qualitätsmedien wissen: An diesem Vorkommnis ist nichts Gutes zu entdecken. Jener Kevin wird die nächste Zeit damit beschäftigt sein, die von ihm verursachten Kosten zu begleichen. Und zwar nicht am Steuer eines Busses. So jemanden könne sie wohl kaum dort hinsetzen, auch nicht nach Erreichen der Volljährigkeit, tönte es seitens der BVG zur vollsten Befriedigung der berichtenden Qualitätsjournalistin. Die natürlich weiß, daß die BVG das einzige Unternehmen ist, welches in Berlin Busse betreibt, erst recht Buslinien, und auch keine einzige ihrer Buslinien von fremden Unternehmen bedienen läßt.

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