Archiv für Juli 2016

Pokémon Go kann ein Segen für die Menschheit sein

Sonntag, 31. Juli 2016

Unverzichtbar für die Generation Headdown

Dank der Erfindungsfreude und dem Geschäftssinn eines Großkonzerns konnte die Generation Headdown eine neue Entwicklungsstufe erklimmen.

Unverbesserliche Miesepeter und Menschen, die gar nichts begreifen, wollen den Prozeß jedoch sabotieren und ? beispielsweise durch besondere Markierungen an den Bordsteinen ? verhindern, daß junge Leute (und solche, die dies sein wollen) bei der fröhlichen Monsterjagd in den fließenden Verkehr stark befahrener Straßen rennen oder etwa in Bosnien-Herzegowina in dort noch immer massenweise vorhandene Minenfelder.

Bitte! Pfuschen Sie der Natur nicht ins Handwerk!

Für das, was hier sich hier abspielt, gibt es einen wissenschaftlichen Begriff: Natürliche Auslese.

Mittwoch, 20. Juli 2016

Rauchfreie Kreuzung

Gefahrlos vorschlagen

Dienstag, 19. Juli 2016

Nicht nur Berlin wächst, sondern auch sein Umland ? nicht zuletzt, weil in Berlin gar nicht schnell genug Wohnungen gebaut werden und immer mehr Menschen die Berliner Wohnungen bald nicht mehr bezahlen können. Eine verantwortungsbewußte, gute Politik würde daher jetzt beginnen, die Schienenverbindungen zwischen Berlin und seinem Umland auszubauen ? damit diese in fünfzehn bis zwanzig Jahren fertig sind.

In diesem Zusammenhang wird in letzter Zeit auch über den Wiederaufbau der Stammbahn diskutiert, genauer: den Wiederaufbau zweier, dann von Regionalzügen genutzter Gleise auf der Trasse der ersten preußischen Eisenbahn zwischen Kohlhasenbrück und dem Berliner Zentrum. So würde eine zweite Regionalbahnverbindung zwischen Berlin und Potsdam geschaffen ? und eine allererste Regionalbahnanbindung von Kleichmachnow und Dreilinden.

Alexander Kaczmarek, der Konzernbeauftragte der DB AG für Berlin und Brandenburg (früher hätte er den schönen Titel Präsident der Reichsbahndirektion getragen), hat nun vorgeschlagen, als kurzfristige Maßnahme die jetzt in Wannsee endende Regionalbahnlinie über das parallel zur S 1 verlaufende Gütergleis zu verlängern. In Zehlendorf könnte der alte Stammbahnsteig genutzt werden, nur am Rathaus Steglitz, wo die Befahrbarkeit dieses Gleises mittlerweile endet, müßte ein Seitenbahnsteig errichtet werden. Auf der Trasse des früheren zweiten Gleises wäre dafür ausreichend Platz, selbst ohne die Böschung des Bahndamms zu roden und sie einzubeziehen.

Was natürlich trotzdem geschehen würde, denn wo sich eine Lösung finden läßt, die die Kosten in die Höhe treibt, die Umwelt schädigt und das Stadtbild beeinträchtigt, wurde diese doch eigentlich noch immer gefunden.

Eventuell alarmierte Anwohner können aber beruhigt in jenen Dämmerschlaf zurückfallen, der im bundesrepublikanischen Neobiedermeier erste Bürgerpflicht ist: Als ehemaliger Berliner Landespolitiker weiß Herr Kaczmarek natürlich, daß er solche Vorschläge machen kann, ohne Gefahr zu laufen, daß sie realisiert werden ? insbesondere wenn es sich um Vorschläge handelt, die einfach, schnell und kostengünstig zu realisieren wären. Denn im umständlich, langwierig, teuer und wenig fahrgast- oder gar ÖPNV-freundlich Planen haben der Berliner Senat und seine Beamten schließlich eine hohe Meisterschaft entwickelt.

Andere Züge werden hier so bald bestimmt nicht fahren

Neben dem Gütergleis ist am Bahnhof Rathaus Steglitz genügend Platz, um einen zweiten Bahnsteig zu errichten. Weder Werbetafeln müßten abgebaut noch viele Pflanzen gerodet werden.

Wie aufwendig hier wohl umgebaut werden kann?

Doch wer das Tempo kennt, in welchem Berlins öffentlicher Verkehr mittlerweile ausgebaut wird, weiß: Für Regionalzüge werden die Signale hier noch lange auf rot stehen.

Nicht langweilig

Sonntag, 17. Juli 2016

Allmonatlich stellt die BVG in Ihrer Kundenzeitschrift die Aufgabe, anhand eines Photos einen ihrer 173 U-Bahnhöfe zu identifizieren. Im Juni war das Rätsel besonders knifflig, wurde doch die Station Schloßstraße gesucht, und zwar mit einem Ausschnitt von deren Hintergleisflächen, die sich allerdings im Zuge aktueller Renovierungsmaßnahmen schon Anfang Juni so darboten:

Schöner Kunststoff, du entschwandest ...
Diese Aufnahme entstand am 19. Juni 2016.

In der Juli-Ausgabe wurde darauf nicht eingegangen, im Zuge der Auflösung des Rätsels erläuterte BVG-Bauchef Kutscher jedoch, daß ?die rohen Betonwände sowie die wuchtigen, kräftigen bunten und zum großen Teil aus Plastik gefertigten Gestaltungselemente dem Bahnhof (?) einen spielerisch-baustellenhaften Charakter (verleihen)? würden.

Das läßt Hoffnung schöpfen hinsichtlich des Umgangs mit diesem Baudenkmal, das offiziell leider noch immer nicht ein solches ist. Zumal Kutscher schließt: ?Bei seiner Eröffnung im Jahr 1973 war dieser Stil äußerst modern. Und langweilig wirkt er auch heute noch nicht.?

Freilich beschleicht einem bei den Texten in diesem Blatt gelegentlich das Gefühl, als würden sie Führungskräften der BVG nur zu-, aber nicht von ihnen selbst geschrieben. Denn Uwe Kutscher wird doch sicher wissen, daß ein nennenswerter Teil der Kunststoffverkleidung bereits vor einigen Jahren entfernt wurde. Und daß der U-Bahnhof Schloßstraße erst 1974 in Betrieb ging.

Wunder des Alltags (32): Die intelligente Rolltreppe

Donnerstag, 14. Juli 2016

Große Ereignisse kündigen sich zuweilen klein an. So scheint die Deutsche Bahn still und leise bereits Rolltreppen zu erproben, die über dermaßen intelligente Technik verfügen, daß sie bereits einen eigenen Willen entwickelt haben.

Diesen Schluß läßt zumindest die monatelange Beobachtung der Rolltreppe des S-Bahnhofs Rathaus Steglitz zu: Seit bestimmt einem Jahr ist sie die meiste Zeit außer Betrieb. Gelegentlich läuft sie doch einmal ? aber immer nur für ein, zwei Tage. Häufiger als in einem solchen Dauerbetrieb kann man sie jedoch zu bestimmten Zeiten in Aktion beobachten: Am Wochenende oder, noch häufiger, zu später Stunde.

Das ist insofern verständlich, als über den Zugang, in dem sie sich befindet, der allergrößte Teil des recht umfangreichen Umsteigeverkehrs zwischen S- und U-Bahn verläuft. Tagsüber gäbe es also einiges zu tun. Darauf hat die eigenwillige Rolltreppe offenbar keine Lust. Andererseits scheint sie sich der Tatsache bewußt zu sein, daß sie ihre Existenz gefährdet, wenn sie ständig streikt. Also läuft sie praktisch nur in verkehrsarmen Zeiten.

Ganz schön clever, das Ding.

Madame Rolltreppe geruht zu funktionieren

Ein seltener Anblick: Die eigenwillige Rolltreppe in Betrieb. Natürlich wurde diese Aufnahme an einem Abend gemacht, und das auch noch an einem Sonntag.

Wiener Charme

Dienstag, 12. Juli 2016

Die Medien, ja, die Medien, die vermitteln oft den Eindruck, heutzutage gäbe es eigentlich nur noch zwei Arten von Eltern: Jene, bei denen nicht einmal mehr der Trieb funktioniert, wenigstens halbwegs für das Überleben ihres Nachwuchses zu sorgen, und die hauptsächlich mit RTL-Gucken und Junkfoodfuttern beschäftigt sind. Und natürlich die berühmt-berüchtigten Hubschraubereltern, die demnächst dafür sorgen dürften, daß man frühestens mit dreißig volljährig wird, die die Karriereplanung ihrer Kinder schon vor der Zeugung fertiggestellt haben, sie bereits im Mutterleib mit Wirtschaftschinesisch beschallen und nie eine Lehrkraft akzeptieren würden, die Cola trinkt oder deren Body Mass Index über 20 liegt. Na gut, und dann vielleicht noch die dauerüberforderten Alleinerziehenden, die ihren Status nicht zuletzt dem Umstand zu verdanken haben, daß Mami und Papi es nicht einmal schaffen, zusammenzubleiben bis zur Einschulung des ?größten Wunders aller Zeiten? (ihre übliche Beschreibung für das Kind, als es noch ganz jung war und die Beziehung noch funktionierte, damals, als sie auch fortwährend erzählten, Familie wäre das Allerwichtigste).

Aber natürlich ist das alles Unfug, wie wir jetzt aus Österreich erfahren. Dort sollen Ende Juni bei einem Schulausflug vier Lehrerinnen und eine Begleitperson 83 Erst- bis Viertkläßler über einen geschlossenen Bahnübergang geleitet haben. Erfolgreich konnten sie den Grundschülern so vermitteln, wie man einen Zug, der abzufahren droht, noch erwischt ? so einen denn nicht zuvor ein anderer Zug erwischt. Ebendieser, für den die Schranken geschlossen waren, soll aber erst wenige Sekunden, nachdem das letzte Kind die Gleise passiert hatte, vorbeigerauscht sein.

Drei der Lehrerinnen sind nun entlassen worden. Was nicht jeder versteht (zumal Unfälle auf beschrankten Bahnübergängen in der Regel die Schuld der Bahn sind: Warum weicht der Zug nicht einfach aus?). Wie der ORF meldet, habe sich der Elternverein der betroffenen Wiener Schule hinter die Lehrerinnen gestellt: ?Man sei weiterhin bereit, ,den vier Lehrkörpern das pädagogische Vertrauen entgegen zu bringen, um unsere Kinder weiterhin zu unterrichten und zu betreuen.? Man sei überzeugt, dass es sich bei diesem Vorfall um ein ?einmaliges Fehlverhalten? gehandelt habe.?

Klaro, kann ja mal passieren. Schwamm drüber!

Und so finden wir in einer Welt, in der so vieles unsicher geworden ist, doch eins bestätigt: Österreich scheint tatsächlich ein durch Schlamperei gemildertes Deutschland zu sein. Nicht nur bei Bundespräsidentenwahlen.

Vorwärts im Sinne der Beschlüsse der siegreichen Europunion! (off-topic)

Dienstag, 12. Juli 2016

Die Wahrheit sagen wie gedruckt.

?Schockfotos auf Zigaretten mindern Steuereinnahmen? schlagzeilte gestern das ZDF in seinem Videotext, und ähnlich geschah es auch auf anderen Wegen sowie in der ARD.

?Die Einführung von Schockfotos und größeren Warnhinweisen auf Zigarettenschachteln zeigt erste Wirkung?, konnte man in der Meldung erfahren: ?Im zweiten Quartal 2016 sank die Menge der in Deutschland hergestellten Zigaretten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,4 Prozent auf 17,2 Milliarden Stück.? Insgesamt wären laut einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts von April bis Juni 2016 Tabakwaren im Verkaufswert von 5,9 Milliarden Euro versteuert worden, 9,1 Prozent weniger als im zweiten Quartal 2015.

Nun könnte man wissen, daß die Tabaksteuer nicht etwa zum Zeitpunkt des Verkaufs, sondern zum Zeitpunkt der Herstellung der Tabakwaren bezahlt wird.

Man könnte sich ferner an Berichte erinnern, daß die Tabakwarenhersteller vor allem im ersten Quartal 2016 ihre Produktion stark gesteigert haben, weil die zur Volksaufklärung und Gesundheitspropaganda (sowie Politiksimulation) dienenden Sammelbildchen erst seit dem zweiten Quartal aufgedruckt werden müssen. Insofern sollte es kaum überraschen, wenn im Gegenzug die Produktion im darauffolgenden Quartal deutlich heruntergefahren wurde.

Man sollte angesichts dieser Nachricht aus den Qualitätsmedien, die offenkundig daraus bestand, eine Pressemitteilung (bzw. eine auf dieser beruhende Agenturmeldung) nachzuplappern, nicht gleich ?Lügenpresse? oder ?Manipulationsversuch? oder ?Jubel- und Erfolgsmeldung im Stil der DDR-Medien? rufen. Womöglich überschätzt man die Verantwortlichen bei den Sendern. Vielleicht sind sie auch einfach damit überfordert, mal zu recherchieren oder sich eigene Gedanken zu machen.

Weniger ist mehr!

Montag, 4. Juli 2016

Berlin wächst und mit ihm sein Verkehr. Darauf reagiert auch der Senat: Er sorgt für den öffentlichen Nahverkehr. Dabei setzt er ? auf U-Bahn? S-Bahn? Straßenbahn? Alles falsch, er setzt vor allem auf das leistungsfähigste und attraktivste aller öffentlichen Verkehrsmittel: den Bus.

Während andernorts seit Jahren und Jahrzehnten eifrig am Aus- oder sogar Neuaufbau der Straßenbahn gearbeitet wird, ist diesbezüglich (wie auch bei U- und S-Bahn) in Berlin in den letzten anderthalb Jahrzehnten nicht besonders viel geschehen. Hier weiß man offenbar, daß nichts schöner und verlockender ist, als mit vielen anderen Menschen in einem Bus im Stau zu stehen, statt dort allein oder mit wenigen Freunden und Verwandten im eigenen Wagen zu sitzen.

Beim Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs kann der rot-schwarze Senat seit heute einen weiteren Erfolg verzeichnen: Mitten zwischen großen oder kleinen Fahrplanwechseln zieht die BVG ihre vom und zum Flughafen Tegel verkehrende Buslinie TXL vom Alexanderplatz zum Hauptbahnhof zurück. Damit gibt es keine umsteigefreie ÖPNV-Verbindung mehr zwischen Berlins wichtigstem Flughafen und dem alten Bezirk Mitte mit Unter den Linden, Friedrichstraße, Alexanderplatz. Wer dorthin wolle, so heißt es, solle doch bitte am Hauptbahnhof in die S-Bahn umsteigen.

Vorbildlich ist auch, wie die BVG, eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit dem Finanzsenator als Vorsitzenden des Aufsichtsrats, diese ?Fahrplanmaßnahme? in ihrer Pressemitteilung verkauft: Natürlich als Verbesserung, in diesem Falle der Zuverlässigkeit und des Takts der betroffenen Linie, und alles ?damit die Flugreise in den Urlaub entspannt und pünktlich losgehen kann?. Denn: ?Mit der Linienänderung? (klingt schöner als Verkürzung) ?stabilisiert die BVG den Fahrplan des TXL und schafft so wieder eine höhere Verlässlichkeit für Fahr- und Fluggäste.?

Zur Erläuterung heißt es weiter: ?Zuletzt hatte sie den TXL wiederholt operativ verkürzen müssen. Grund waren das hohe Verkehrsaufkommen, gesperrte Straßen z.B. durch die EM-Fanmeile, Baustellen und Demonstrationen sowie ungünstige Ampelschaltungen. Die BVG steht hierzu im intensiven Austausch mit den Behörden.?

Ja, reden wir doch mal drüber! Wobei man keineswegs davon ausgehen darf, daß dabei nichts herauskommt, schließlich werden nicht seit Jahren haufenweise Busse und Straßenbahnen durch ?ungünstige Ampelschaltungen? ausgebremst und schließlich ist dafür mit der ?Verkehrslenkung Berlin? nicht eine Behörde verantwortlich, die selbst für Berliner Verhältnisse ein außergewöhnlich dauerüberforderter, inkompetenter und wohl gelegentlich auch impertinenter Teil der nach fünfzehn Jahren konsequenten Kaputtsparens desolaten Stadtverwaltung ist.

Und wie erwähnt hat die ?Anpassung? (an die Verhältnisse auf Berlins Straßen und in Berlins Politik) ja auch noch einen guten Aspekt mehr: Die Busse der Linie TXL fahren fortan alle fünf statt alle sechs bis sieben Minuten ? nur ewige Miesmacher könnten bemerken, daß dies nicht etwa die Folge des Einsatzes von mehr Fahrzeugen ist, sondern sich einfach daraus ergibt, daß die gleiche Anzahl von Bussen jetzt auf einer kürzeren Strecke unterwegs ist.

Auch kann man der BVG keine Irreführung vorwerfen, wenn sie schreibt: ?Für den Abschnitt zwischen der bisherigen Endhaltestelle am S+U-Bahnhof Alexanderplatz und dem Hauptbahnhof können Fahrgäste bequem die S-Bahn nutzen.? Schließlich kann die Nutzung der S-Bahn durchaus bequem sein (wenn es bei diesem Verkehrsmittel nicht mal die aber nur ganz, ganz seltenen, ganz, ganz geringen Probleme mit Fahrzeugen und/oder Fahrern gibt), und gerade auf diesem Abschnitt sind die Züge auch nicht ständig überfüllt und/oder gesegnet mit Bettlern, Taschendieben, Betrunkenen. Das Koffer-auf-den-Bahnsteig-Wuchten, Koffer-vom- Bahnsteig-Wuchten, den langen Weg vom Zug durch den Hauptbahnhof, der ja keineswegs ein Einkaufszentrum mit Gleisanschluß ist, in dem nur Unkundige und andere Bedauernswerte die langsamen Fahrstühle frequentieren, muß man ja nicht unbedingt zur ?bequemen Nutzung? der S-Bahn rechnen.

Schon vor einigen Monaten hat die BVG übrigens die Buslinien M 41 und M 85 von ihrer bisherigen Strecke zwischen Potsdamer Platz und Hauptbahnhof, am Brandenburger Tor und am Reichstag vorbei, abgezogen. Diese fahren seither durch den Tiergartentunnel. Denn wer glaubt, Unter den Linden oder Friedrichstraße gebe es häufig Straßensperrungen, der kennt nicht das Ausmaß, in dem der Platz vor dem Brandenburger Tor und die anschließende Straße des 17. Juni zur ballermannmäßigen Partymeile und zum Schauplatz für allerlei (Kommerz-) Veranstaltungen umfunktioniert worden sind.

Beim TXL schließlich hat die BVG nun nicht etwa die Notbremse gezogen und recht kurzfristig, wenn nicht gar überstürzt, die Linienverkürzung verfügt, wie man am Schlußsatz der Pressemitteilung erkennt: ?Aus technischen Gründen können die Lautsprecheransagen in den Zügen der Linien U2, U5 und U8, die am Alexanderplatz auf die Umsteigemöglichkeit zum TXL hinweisen, nicht kurzfristig geändert werden.?

Ein Glück, daß uns der Regierende Bürgermeister Müller und sein Nachfolger im Amt des auch für den Verkehr zuständigen Stadtentwicklungssenators Geisel nach der Wahl erhalten bleiben werden (denn desaströse Wahlergebnisse sind ja längst kein Grund mehr, zurückzutreten, Julia Klöckner und Guido Wolf weisen den Weg): Man darf gespannt sein, welche Buslinien die BVG als nächste umleitet oder gleich teilweise einstellt ? die erfolgreiche Verkehrspolitik der SPD wird ja sicher weitergehen.

Erfolglose Bewerbung um den Darwin Award

Samstag, 2. Juli 2016

Stellen Sie sich vor, Sie warten auf einem Bahnsteig. Was wäre da angenehmer, als sich hinzusetzen? Und wo könnte man dies besser als ? auf der Bahnsteigkante?

Ja, einfach mal de Beene baumeln lassen über den Gleisen. Zum Beispiel auf dem Berliner Bahnhof Tiergarten, der auf der Stadtbahn liegt, einer der am stärksten befahrenen S-Bahn-Strecken Berlins.

So hat es am Mittwochmorgen ein Mann gemacht. Überraschenderweise wurde er dabei, der Bundespolizei zufolge, von einem Zug angefahren und schwer verletzt. Noch überraschender: an den Beinen.

Der Darwin Award kann verliehen werden an Zeitgenossen, die der Menschheit nutzen, indem sie ihre Gene aus deren Genpool entfernen, und dies durch ein Verhalten bewerkstelligen, welches darauf hinweist, daß eine solche Entfernung sehr wünschenswert ist (wenn nicht gar dringend geboten). Im vorliegenden Falle ist die Bewerbung um diese Auszeichnung gescheitert. Der Bewerber hätte sich eben nicht auf die Bahnsteigkante setzen sollen, sondern auf die Gleise. Aber womöglich waren solche Überlegungen schon zu komplex.