Archiv für Juni 2016

Weil wir Euch lieben

Sonntag, 26. Juni 2016

Liebe BVG!
Du hast wirklich ein goldenes Herz. Zum Beispiel scheinst Du als Fahrer Deiner Doppeldeckerbusse auch Menschen zu beschäftigen, die es mit der Bildung nicht so haben, oder die Du ? womöglich in der Vermutung, sie könnten Pech beim Denken haben ? mit allzuviel Wissen erst gar nicht belasten möchtest. Auch nicht mit eigentlich ganz nützlichem wie jenem, daß es in Berlin einige wenige Eisenbahnstrecken gibt mit Brücken, unter denen kein Doppeldecker hindurchpaßt. Diese befinden sind insbesondere in Reinickendorf und in Steglitz und wurden auch deshalb bekannt, weil zum Beispiel von jener über die Albrechtstraße schon einmal spektakulär einem Doppeldecker das gesamte Oberdeck ?abrasiert? wurde. Bei dieser Brücke, gleich neben dem Bahnhof Steglitz, ist die Durchfahrtshöhe inzwischen erhöht worden, bei der benachbarten über die Kieler Straße nicht. Man braucht sich diese neuralgischen Punkte als Fahrer eines Doppeldeckerbusses aber auch nicht unbedingt zu merken ? natürlich stehen vor der Brücke entsprechende Verkehrszeichen, und zusätzlich sind noch rote BVG-Schilder mit der Aufschrift ?Gesperrt für DD-Bus? angebracht. Dennoch krachte gestern früh einer Deiner Fahrer mit seinem Doppeldecker gegen ebendiese Brücke. Glücklicherweise bei einer Leerfahrt.

Jetzt mal ehrlich, liebe BVG, goldenes Herz hin ? Fahrermangel her: Welche Kriterien muß man eigentlich erfüllen, um bei Dir Busfahrer zu werden?

Gerade noch mal gutgegangen!

Das ist gerade noch mal gutgegangen! Die Warnhinweise sind aber auch wirklich leicht zu übersehen:

Die Warnhinweise sind aber auch wirklich leicht zu übersehen.

Weshalb es, sechs Tage, nachdem diese Aufnahmen am 19. Juni 2016 entstanden sind, auf dieser Seite der Unterführung gekracht hat:

Weshalb es sechs Tage später auf dieser Seite gekracht hat.

Trennen Sie mit!

Donnerstag, 16. Juni 2016

Leider kein Einzelfall

Wenn Menschen fest bis fanatisch einem Glauben anhängen, dann können ganz unterschiedliche, sich teilweise völlig entgegengesetzte Ideologien zum gleichen Ergebnis führen.

So dürfen wir uns in Deutschland schon jetzt über die Einrichtung spezieller Frauenabteile in öffentlichen Verkehrsmitteln freuen.

Glücklicherweise geschieht dies ? das Freuen ? in den unabhängigen, der Aufklärung und dem freien Meinungsaustausch verpflichteten Medien auch, und niemand stellt dort jemals etwa die Frage, wie solche Extrawürste für Frauen eigentlich mit den ebenso eifrig verfochtenen Erkenntnissen der Gender Studies harmonieren, denen zufolge es gar keine Geschlechter gibt, die Einteilung nach Männlein und Weiblein ein weiterer brutaler Akt des permanent in unserem Lande wütenden Faschismus ist und jede/r/s jederzeit sein/ihr Geschlecht frei wählen kann (also: das nicht existierende).

Wir unterstützen die Geschlechtertrennung, auch und gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln, und zwar schon aus nacktem Eigennutz, wie er in diesen Wochen wieder besonders dringend wird: Nicht nur Frauenabteile sollte es geben, sondern ganze Frauenwagen. Und deren Benutzung den Angehörigen des weiblichen Geschlechts zur Pflicht gemacht werden. Dann können diese bei 25 Grad Außen- und folglich 35 Grad Wageninnentemperatur schön gemütlich bei geschlossenen Fenstern sitzen, brauchen nicht zu frösteln und (Es zieht!) eine tödliche Erkältung zu fürchten. Derweil die Männer sich den Fahrtwind um die Nasen wehen lassen statt zu schwitzen wie die Schweine.

Blüten am Wegesrand (33)

Mittwoch, 15. Juni 2016

Mitte der sechziger Jahre wurde der U-Bahnhof Mehringdamm vom Abzweig- zum Kreuzungsbahnhof umgebaut, wobei man seine Bahnsteighallen erweiterte und der gesamten Anlage eines neues architektonisches Gesicht gab.

In den letzten Jahren ist dieses in den Bahnsteighallen vollständig getilgt worden. In den Zwischengeschossen kann man (noch) etwas davon sehen. So auch, wie in der südlichen Eingangshalle aus den damals in der gesamten Station verwendeten Keramikriemchen ein Wandfries gebildet wurde ? dem damaligen Zeitgeist gemäß natürlich ein abstraktes. Für die Wandgestaltung soll sogar ein Wettbewerb ausgeschrieben worden sein.

Ebenfalls kann man sehen, was der BVG heute zum Umgang mit solch ästhetischen Bestrebungen einfällt:

Hier stehen Vergangenheit und Gegenwart ...

... direkt aufeinander.

Fahren auch Sie immer zum Meer, um Ihren Plastikmüll hineinzuwerfen?

Donnerstag, 9. Juni 2016

Alltag bei Rewe?

Eine Supermarktkette, die schon in der Vergangenheit durch vorbildliche Maßnahmen zum Schutze der Menschheit und zur Rettung der Welt auffiel (so werden seit Jahren keine Streichhölzer mehr an Minderjährige abgegeben ? was natürlich absolut nichts damit zu tun hat, daß man sich bei Hubschraubereltern und anderen Hysterikern einschmieren möchte), hat verkündet, künftig keine Einkaufstüten aus Plastik mehr zu verkaufen.

Eine Maßnahme, welche nicht vorbehaltlos zu begrüßen ich selbstverständlich niemals wagen würde. Ebensowenig wie das auch bei dieser Bevormundungs-, pardon: Schutzmaßnahme wieder angeführte Argument, auf diese Weise könnte das weitere Wachstum der Menge an Plastikmüll, welcher in den Weltmeeren herumschwimmt, verhindert werden.

Ein Glück nur, daß ich dies Jahr bereits genügend davon gesammelt habe. Denn wie die meisten Menschen reise auch ich regelmäßig ans Meer, um in dieses meinen Plastikmüll zu werfen.

Was denken Sie denn, wie der dort reinkommt?