Archiv für November 2015

Do not keep calm and do not carry on!

Dienstag, 24. November 2015

Dank entschiedenen Durchgreifens werden unsere Politiker das Bahnreisen bald wieder sicher gemacht haben.

Und nach dem nächsten Vorfall wird so dann auch bei U-, S- und Straßenbahnen verfahren.

Wenn Ihnen Ihr Leben lieb ist, bleiben Sie zuhaus!

Samstag, 21. November 2015

Die Gefahr, die Gewalt, der Tod ? sie lauern überall. Jederzeit kann irgendwo irgend etwas passieren. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen, ständiger Warnungen, großangelegter Überwachung und weiterer intensiver Bemühungen der Behörden sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits 2591 Menschen zu Tode gekommen, 69 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Und das sind nur die Zahlen aus Deutschland. Für das gesamte Jahr 2015 erwartet das Statistische Bundesamt mehr als 3300 Tote.

Und nun? Wird die Terrorwarnstufe von Erdbeerrot auf Himbeerrot erhöht?

Nein, weshalb? Hier geht es doch nicht um Opfer von Terroristen, sondern um jene des Straßenverkehrs.

Blüten am Wegesrand (28)

Donnerstag, 19. November 2015

Dem U-Bahnhof Kaiserin-Augusta-Straße wird seit mehreren Jahren eine komplette Neugestaltung zuteil: Keine Fliese blieb dabei erhalten, die erste der bei der BVG momentan so beliebten Phototapeten hängt seit längerem, die Eingänge zieren nun Portale, die zu bauen Mitte der sechziger Jahre ? als die Station entstand ? niemandem auch nur im Traum eingefallen wäre.

Zur aktuellen Mode der U-Bahnhofs-Verkleidung in Berlin zählen auch große Platten ? seien es Fliesen oder Bleche. An der Kaiserin-Augusta-Straße ist bereits zu bewundern, welch schöne Effekte man damit erzielen kann, die eine durchdachte Gestaltung bezeugen, ein gepflegtes Ambiente schaffen und so die Attraktivität des Raumes steigern. Etwa die Betonung von Fugen:

Ein schicker Akzent von oben bis unten

Vorzüglich lassen sich so auch Abfalleimer in Szene setzen:

Neben dem schmucken Abfalleimer ...

... oder um ihn herum

Sonntag, 15. November 2015

Hier sprechen die Medien

Der Glaube an die Menschheit, kurz vor Mitternacht

Montag, 2. November 2015

Kurz vor Mitternacht auf einem U-Bahnhof in der Berliner Innenstadt. Trotz der vorgerückten Stunde ist die Station noch recht belebt. Immer wieder werden auch die beiden Fahrscheinautomaten benutzt. Von jungen Leuten, von solchen mittleren Alters, und von einem ergrauten Paar. Letzteres wirkt durch seine Aufmachung, als habe es in dieser Gegend vor rund dreieinhalb Jahrzehnten Häuser besetzt und womöglich sogar Steine geworfen. Jetzt erwerben die beiden jeweils einen Kurzstreckenfahrschein. Denn ihr Ziel liegt nur zwei Stationen entfernt.

Böse Menschen gibt es, die sagen: Um diese Uhrzeit, kurz vor Mitternacht, kann man gefahrlos schwarzfahren, denn da finden sowieso keine Kontrollen mehr statt. Mit letzterem haben sie wohl sogar recht. Aber die Menschen, die mitten in der Nacht einen Fahrschein kaufen ? und entwerten! ?, zahlen nicht aus Angst.