Archiv für Juni 2013

Vorfristig fertiggestellt!

Sonntag, 30. Juni 2013

Saniert in nur wenig als einem Jahr Bauzeit

… bezogen auf die zweite Fristverlängerung. (Aufnahme vom 30. Juni 2013, der Ausgang war spätestens am 28. Juni wieder offen.)

Sie müssen sich darauf einstellen

Dienstag, 18. Juni 2013

Ein Vergleich des US-Präsidentenbesuchs in Berlin 1963 mit dem US-Präsidentenbesuch in Berlin 2013 erlaubt eine Vorhersage des US-Präsidentenbesuchs in Berlin 2063 und wie über ihn von Top-Premium-Qualitätsjournalisten berichtet werden wird:

Rund um den Ort, an dem der Präsident morgen in einem Panzerglaswürfel vor einhundert mitgereisten Mitarbeitern seine bedeutende Rede halten wird ? auf deren Thema wir alle schon sehr gespannt sind ?, sind die Vorbereitungen mittlerweile abgeschlossen: Die Kanalisation wurde mit Beton verfüllt, mit Spürhunden hat man nach verdächtigen Elementen gesucht, die sich darauf einstellen müssen, in speziellen Einrichtungen gefol-, pardon: nachdrücklich befragt zu werden, und Minen und Selbstschußanlagen hat man am Rande des Stadtteils angebracht, der in den letzten Wochen eingeebnet wurde.

Die Berliner nehmen diese nun einmal notwendigen Sicherheitsvorkehrungen ganz gelassen und freuen sich auf den Präsidenten. Die ganze Stadt ist in begeisterter Erwartung und geht sehr souverän um mit der seit drei Tagen bestehenden Ausgangssperre.

Die Regierende Bürgerinnenmeisterin dankte den Einsatzkräften, deren umsichtigem Verhalten es zu verdanken sei, daß bisher nur wenige Dutzend Menschen vorläufig erschossen werden mußten. Und der Bundesinnenminister verwies darauf, daß dieses erfreuliche Ergebnis kaum denkbar gewesen wäre ohne die jahrelange, umfassende, akustische wie optische Überwachung aller Arbeits- und Wohnräume durch den US-Geheimdienst, die in den letzten Tagen bekannt geworden ist und durch die mehrere Ladendiebstähle und Kaugummiautomatenaufbrüche verhindert worden sein sollen.

Wunder des Alltags (17)

Sonntag, 16. Juni 2013

Die Chance steht ?fifty-fifty?, wie der Volksmund sagt: Nämlich daß man beim Einsetzen eines Schildes oder Transparentes, welches nur das S-Bahn-Logo zeigt, dieses auf den Kopf stellt. Weil man damit überfordert ist, zu begreifen, daß ein Symbol, welches mittlerweile deutlich älter ist als die meisten Menschen, die heute leben, einen ?Fuß? und einen ?Kopf? hat. Weil man damit überfordert ist, zu sehen, daß bei diesem S der untere Bogen länger, breiter ist als der obere, also ?schwerer? wirkt und damit wie ein gutes Fundament für die etwas schmalere obere Hälfte des Buchstabens.

Doch wie gesagt: Obwohl die Chancen, das S falsch herum einzusetzen, ?fifty-fifty? stehen ? gefühlt ist dies bei deutlich mehr als der Hälfte aller Schilder und Transparente geschehen.

Weshalb dahinter eigentlich nur böse Absicht stecken kann. Denn gäbe es andernfalls nicht nur eine Erklärung: Dummheit?

Kopfstand-S oder Schlange?

Oder sollten brave Handwerker dies für die abstrakte Darstellung einer Schlange gehalten haben? (Gesehen am S-Bahnhof Yorckstraße [Großgörschenstraße].)

Gut Ding …

Mittwoch, 12. Juni 2013

…, denn bei der BVG geht?s nicht so schnell:

Am 21.12. wird''s was geben!
Aufgenommen am 3. Oktober 2012.

U-Bf Rathaus Steglitz Südwesteingang 301212
Aufgenommen am 30. Dezember 2012.

U-Bf Rathaus Steglitz 090613
Aufgenommen am 9. Juni 2013.

Dafür hat man sich für die neue Brüstung etwas ganz Tolles einfallen lassen:
Das sieht bestimmt nicht bald schmuddelig aus!

Sicher werden die neu eingefügten Scheiben und erst recht die metallenen Rahmen nicht bald zerkratzt, beschmiert, bekleckert sein.

… is not watching you

Donnerstag, 6. Juni 2013

Um für mehr Sicherheit zu sorgen, soll ? so verkündeten der Bundesinnenminister und die Deutsche Bahn ? die Videoüberwachung von Fernbahnhöfen ausgebaut werden: Deutlich mehr Kameras werden künftig bspw. Suizidattentäter von ihrem schändlichen Treiben abhalten.

Nicht mitgeteilt wurde, ob auch die Zahl des Personals, welches all die von den zusätzlichen Kameras eingefangenen Bilder anschauen soll, erhöht wird.

Aber solche Fragen sind ja wirklich nebensächlich.

Berliner S-Bahn trocknet blutige Tränen

Mittwoch, 5. Juni 2013

Zu Beginn dieser Woche gab es wieder einmal Gutes zu berichten in der Abendschau des RBB: Hurra, die S 85 fährt wieder!

Angesichts jener Krise, die der Berliner S-Bahn einen eklatanten Mangel an einsetzbaren Fahrzeugen beschert hatte, war die Verbindung seit Jahren eingestellt gewesen.

Den Eindruck, als habe sie angesichts dessen blutige Tränen geweint, erweckte eine Berlinerin, die in der Abendschau zu Wort kam. Offenkundig ging mit der Wiedergeburt der S-Bahn-Linie für die Dame ein Albtraum zu Ende. Denn wie hätte sie in all den Monaten ohne die montags bis freitags tagsüber zwischen Grünau (zwischen zirka 10 und 13.30 Uhr erst ab Schöneweide) und Waidmannslust verkehrende S 85 beispielsweise von Schöneweide, Treptow oder Friedrichshain nach, sagen wir mal: Wittenau kommen sollen?

Natürlich: Sie hätte an den genannten Ausgangsorten die S 8 nehmen können. Doch auf dem S-Bahnhof Bornholmer Straße wäre sie dann mit einer unmenschlichen Aufgabe konfrontiert worden: Sie hätte nicht nur den Zug, sondern auch die Bahnsteigseite wechseln müssen, um ihre Fahrt in Richtung Norden mit der S 1 fortzusetzen.

Welch eine Herausforderung! Sie habe, so versicherte die Dame, immer abgeholt werden müssen.

Das glauben wir gern.

Armes Türkland

Montag, 3. Juni 2013

In der Türkei protestieren Menschen gegen immer weiter gehende Beschränkungen beim Tabak- oder beim Alkoholgenuß, gegen ein Verbot spätabendlichen Alkoholverkaufs, gegen Verbote abends auf der Straße zu sitzen, gegen ein Verbot des Küssens in der U-Bahn, kurzum: Sie haben die Nase voll davon, daß der Staat sie immer weiter bevormunden, umerziehen und in ihrer persönlichen Lebensentfaltung einschränken will.

In Deutschland wird über diese Proteste von vielen Medien mit kaum verhohlener Sympathie berichtet. Denn glücklicherweise wäre eine derartige Entmündigung durch die Obrigkeit mit wuchernden Vorschriften, Verboten und Benimmregeln bei uns undenkbar.

Rauchen doppelt verboten

Gesehen in der Istanbu-, äh, Berliner U-Bahn.