Archiv für August 2011

Auf die Grünen ist Verlaß!

Montag, 29. August 2011

Klaus Wowereit ist ein kluger, zumindest aber ein gutinformierter Mann. Deshalb weiß er, daß die Berliner Stadtautobahn A 100 auf jeden Fall, wie von ihm gewünscht und bereits gegen eine Mehrheit in der eigenen Partei durchgeboxt, verlängert wird ? egal, wer ihm nach dem 18. September als Mehrheitsbeschaffer dienen darf. Auch wenn es die Grünen sein sollten.

Die hatten zwar ursprünglich nicht soviel für Autobahnen übrig, waren sogar unter anderem deshalb gegründet worden, und wettern nun im Berliner Wahlkampf gegen die A 100-Verlängerung. Doch Wowereit weiß: Die Grünen sind eine sehr verläßliche Partei. Man kann sich darauf verlassen, daß sie umfallen. Erst recht, wenn man ihnen verspricht, daß sie dafür irgendetwas ganz, ganz Wichtiges durchsetzen dürfen ? daß nur noch antifaschistisch linksdrehender Joghurt in Kitas verfüttert werden darf, böse Gedanken mit einem Aktionsprogramm (mit einem Bündel von Maßnahmen) bekämpft werden, Radfahrer generelle Straffreiheit erhalten oder eben das Rauchen in Einbahnstraßen verboten wird.

Wowereit weiß ? und er sagt es sogar: In Hamburg und Bremen war das nicht anders. Und eigentlich überall und immer, wo den Grünen Macht und Pöstchen winkten.

Auch in Berlin gibt es schließlich Wichtigeres als so ein paar Kilometer Stadtautobahn quer durch ein Erholungsgebiet. Eine Ahnung davon, wie es in Kürze in der Hauptstadt zugehen könnte, mag diese kleine Zeichnung vermitteln:

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Noch mehr wunderbare weiße Salbe

Freitag, 19. August 2011

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Opfer müssen gebracht werden ? zum Beispiel schmuddelige Stellen dort, wo die bisherigen, kleineren Hinweisschilder auf die Videoüberwachung hingen. (Alle Aufnahmen vom U-Bahnhof Rathaus Steglitz.)

Nach einigen unerfreulichen Vorfällen im Bereich des Berliner öffentlichen Personennahverkehrs hat Klaus Wowereit die dortige Sicherheit zur Chefsache erklärt.

Wer Wowereit kennt, weiß was das heißt: Es ist eine ausgesprochen gute Nachricht. Für all jene, die weiter unerfreuliche Vorfälle im Bereich des Berliner öffentlichen Personennahverkehrs herbeiführen wollen.

Dabei tut Wowi was (was natürlich rein gar nichts damit zu tun hat, daß Wahlen nahen): Es wurde ein Bündel von Maßnahmen beschlossen. Nein, sogar ein ganzes Maßnahmenpaket. Und es wurden Plakate gedruckt. Als nächstes kommen sicher noch Aufkleber. Und, wenn gar nichts hilft, absolut freiwillige Selbstverpflichtungen aller öffentlich Bediensteter Gewalt irgendwie total doof zu finden ? oder so. Damit dürften Gewalttäter keine Chance mehr haben! (Man denke nur an die Stempel auf Briefsendungen des Landes und der Bezirke, mit denen seit Jahren erklärt wird: ?Berlin gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt? ? eine sehr wertvolle Botschaft, hatte man sich doch oft gefragt, ob Berlin oder zumindest sein Senat und seine Bezirksämter nicht möglicherweise für Fremdenfeindlichkeit und Gewalt sind; gut, daß das geklärt ist.)

Zu den bedeutenden Maßnahmen gehört auch die Stärkung des Sicherheitsempfindens. Zu diesem Zwecke hat die BVG an den Eingängen wichtiger U-Bahnhöfe größere Hinweise auf die Videoüberwachung der Stationen angebracht. Sicherer vor Gewaltattacken sind die Fahrgäste dadurch zwar nicht, zumal all die schönen, von den Kameras übertragenen und aufgezeichneten Bilder auch weiterhin niemand ständig anschauen wird, denn dies käme leider, leider viel zu teuer ? wie auch, wieder auf jeder Station Personal zu postieren.

Aber es ist doch sehr beruhigend, deutlicher daran erinnert zu werden, daß, sollte man attackiert, verletzt, gar getötet werden, man hinterher immer und immer wieder im Fernsehen erscheint. Um dieses beruhigende Gefühl herzustellen, scheut die BVG scheut weder Kosten noch Mühen noch gestalterische Verluste. Im nördlichen Bereich des U-Bahnhofs Rathaus Steglitz applizierte sie die großen neuen Hinweise ohne pingelige Rücksichtnahme auf die vor fünf Jahren erfolgte Neugestaltung durch die Betreiber des benachbarten Einkaufszentrums ? wie diese das Zwischengeschoß teilweise umdekorierten, um es als Vorhof ihres Konsumtempels erscheinen zu lassen, darauf war auch die BVG seinerzeit sehr stolz gewesen.

Doch nun gelten eben andere Prioritäten. Ein Glück, daß nicht auch ein gepflegtes Ambiente ein gesitteteres Benehmen befördert. Und daß die Aufkleber nicht schon bald sehr schmuddelig aussehen werden.

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DAISYs schicke neue Schwester

Dienstag, 16. August 2011

Seit über zehn Jahren erfreut die Fahrgäste der Berliner U-Bahn DAISY. ?DAISY? ist das ?Dynamische Auskunfts- und Informationssystem? mit jenen hauptsächlich auf den Bahnsteigen angebrachten elektronischen Tafeln, welche unter anderem als Zugzielanzeiger fungieren. Die ?Dynamik? besteht darin, daß sie alles Mögliche anzeigen können, wie das eben mit LED-Tafeln oder LCD-Bildschirmen so ist. Die Freude, welche sie bereiten, besteht darin, daß sie auch noch nach über zehn Jahren oft eine ganz eigene Interpretation des Geschehens auf den Gleisen bieten und nicht nur Falsches anzeigen, sondern auch Unlogisches und schlichtweg Unmögliches.

Nun werden endlich auch auf mehr als nur einer Handvoll S-Bahn-Stationen solche Tafeln installiert, jüngst auf der Wannseebahn. Von ?DAISY? unterscheiden sie sich ? wie alle derartigen Geräte bei der Deutschen Bahn ? darin, daß sie keine lustige Pixelschrift, wie man sie heute eigentlich nur noch vom Videotext her kennt, zeigen, also sich nicht auf dem technischen Niveau der siebziger und achtziger Jahre zu bewegen scheinen wie die Ende der neunziger Jahre von der BVG beschafften ?DAISY?-Tafeln. Sicher werden deren schicke neue Schwestern nicht eine oft ganz eigene Interpretation des Geschehens auf den Gleisen bieten und nicht nicht nur Falsches anzeigen, sondern auch Unlogisches und schlichtweg Unmögliches!

Ich betrete am 4. August den S-Bahnhof Yorckstraße (Großgörschenstraße). Der Zug nach Norden ist eben weg, da annonciert der dynamische Anzeiger für diese Richtung auch schon: ?Gesundbrunnen 2 min?. Donnerwetter, denke ich, das ist mal ein Zugabstand, und dann auch noch um elf Uhr abends! Es folgt ?Gesundbrunnen 1 min? und kurz darauf ?Gesundbrunnen? mit Angabe von Unterwegshalten, dafür kein Hinweis mehr auf den nachfolgenden Zug. Was dann wohl heißt: Jetzt sollte jener nach Gesundbrunnen kommen. Jetzt sollte er hier sein. Ja? Das Gleis ist leer, weit und breit kein Zug zu sehen.

Noch mal Donnerwetter: Das dynamische System der Berliner S-Bahn scheint doch echte ?DAISY?-Qualitäten zu entwickeln!

Daß dies nur in begrenztem Maße geschieht, sehe ich kurz darauf. Da hat sich das System bereits besonnen und annonciert nun: ?Gesundbrunnen 10 min? und gleich darunter ?Oranienburg 11 min?. Sechzigsekündiger Zugabstand? Das schaffte die Berliner S-Bahn doch nicht mal damals, in jener grauen Vorzeit, als sie noch problemlos funktionierte?

Kurz darauf werden ganz dynamisch wieder neue Angaben gemacht: ?Potsdamer Platz 10 min? und ?Oranienburg 9 min?. Ob ein Zug, der plötzlich statt in Gesundbrunnen bereits am Potsdamer Platz, also sechs Stationen früher enden soll, es überhaupt noch bis zur Yorckstraße schafft?

Langsamer wird erstmal jener nach Oranienburg: Der Abstand zwischen den beiden angekündigten Zügen vergrößert sich, bis der erste in drei, der nachfolgende in sieben Minuten kommen soll. Dann erfolgt eine Ansage: Der Zug nach Gesundbrunnen falle leider aus, Grund sei eine Zugstörung.

Das ist nicht schön, aber immer noch besser als der berühmte ?Personenschaden?. Kurz darauf kommt er auch schon angefahren, der Zug mit dem Schaden, äh, der Störung. Allerdings verdunkelt, und er hält auch nicht. Die dynamische Anzeige ignoriert ihn denn auch ? so dynamisch, daß sie ?Nicht einsteigen? oder ?Vorsicht, Zugdurchfahrt!? anzeigen könnte, scheint sie doch nicht zu sein. Und es ist ja auch schon spät ? sie hängt hier heute auch schon mehr als 23 Stunden rum.

Leider kann ich nicht mehr feststellen, ob der ausgefallene Zug nach Gesundbrunnen auch jener nach Potsdamer Platz war, obwohl doch eigentlich jetzt wieder einer nach Oranienburg kommen müßte. Ich bin abgelenkt, denn mein Zug nach Wannsee kommt, und zu dem weiß die dynamische Anzeige auch Interessantes zu verkünden: Wichtige Stationen auf seinem weiteren Weg wären Julius-Leber-Brücke, Friedenau, Feuerbachstraße, Rathaus Steglitz und Zehlendorf. Klar: Wenn man so bedeutende Umsteigebahnhöfe wie Julius-Leber-Brücke, Friedenau und Feuerbachstraße erwähnt, bleibt eben kein Platz mehr auf dem Anzeigenfeld für eine so nebensächliche Station wie Schöneberg, wo bloß die Ringbahn kreuzt. Oder für den Fern- und Regionalbahnhof Gesundbrunnen, denn für den Zug nach Oranienburg werden aufgelistet: Potsdamer Platz, Friedrichstraße, Bornholmer Straße, Schönholz, Wittenau.

Ich glaub, wir werden noch viel erleben mit DAISYs schicker neuer Schwester.

Nachtrag vom 10.9.2011: Inzwischen wird Schöneberg als Unterwegshalt genannt.

Blüten am Wegesrand (3)

Sonntag, 14. August 2011

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Auf diesen Bildern sehen Sie eine Perle der Baugestaltung. Zumindest wenn man den Verlautbarungen der BVG glauben mag und den Berliner Journalisten, welche diese Verlautbarungen wiedergegeben haben. Und wer wollte ihnen nicht glauben?

Dieses bedeutende Werk der abendländischen Kunst des frühen einundzwanzigsten Jahrhunderts befindet sich an der Einfahrt zum Busbahnhof im Steglitzer Kreisel, genauer: an der nördlichen Einfahrt, welche als einzige verblieb, als der Busbahnhof von 1998 bis 2001 in fast dreieinhalbjähriger Arbeit umgebaut und stark verkleinert wurde ? letzteres um zugunsten des Besitzers der Immobilie lukrative Gewerbeflächen zu gewinnen, auf welche die BVG offenkundig gern verzichtete. Zur weiteren Aufwertung der Anlage, welche seither nur noch von einem Bruchteil der am Rathaus Steglitz verkehrenden Busse genutzt wird (weshalb sich hierher auch nur relativ wenige Fahrgäste verirren), entstand damals dieses hochgradig originelle Kunstwerk: Eine Wand aus Blechen, in welche flächendeckend das Kürzel ?BVG? eingeprägt ist. Darüber läuft ein dünner Film aus Wasser.

Ja.

Also genau genommen läuft kein dünner Film aus Wasser darüber, jedenfalls in den letzten Jahren nicht mehr. Genau genommen lief nur ganz am Anfang mal Wasser darüber, für recht kurze Zeit. Und seither ? nun ja, im Winter kann man so was natürlich nicht machen, der Sommer war ja dies Jahr auch recht kühl, und wer weiß, was das kostet, die BVG muß bekanntlich sparen.

Immerhin ist die Blechwand noch nicht mit Schmierereien übersät, was in Berlin einiges heißen will. Und zum Glück kommen die Journalisten, die Verlautbarungen wiedergegeben haben, nicht auf die Idee, sich nach geraumer Zeit noch einmal anzuschauen, was aus dem geworden ist, was sie da bejubelt haben.

Weshalb wird Geißler gegeißelt?

Freitag, 5. August 2011

Also, es ist natürlich nicht so, daß sich die Medienmeute samt der üblichen Verdächtigen vom Erregungsfeuilleton jetzt auf Heiner Geißler aus einem einzigen Grund stürzt: Weil man in Deutschland jede Diskussion nach gefühlten fünf Minuten mit dem Ruf ?Faschismus? beenden könnte. Weil, wenn ?Faschismus? gerufen wird (gern auch in der Variante ?ich finde das irgendwie faschistisch?), die Bewegten und Berufsbetroffenen, die Diskussionspodiumsbewohner und die bereits erwähnten Erregungsfeuilletonisten, hysterisch herumzugackern begönnen wie ein aufgescheuchter Hühnerhof.

Es ist natürlich nicht so, daß das ausgiebige Gegacker um irgend etwas, das Heiner Geißler jüngst als Schlichter in Sachen ?Stuttgart 21? gesagt hat, dazu dient, nicht mehr über die viel wichtigeren Dinge diskutieren zu müssen, die er gesagt hat. Es geht natürlich nicht darum, den Mann als depperten alten Opa darzustellen, den man nicht weiter zu beachten braucht, den man nicht weiter beachten sollte.

Es geht natürlich nicht darum, einen Nebenkriegsschauplatz zu eröffnen, um davon abzulenken, daß die DB AG derweil Fakten schafft. Und diese ist natürlich nicht so eifrig daran interessiert, die Arbeiten an ?Stuttgart 21? so schnell wie möglich fortzusetzen, weil sie ganz genau weiß: Mit jedem Tag weiterer Verzögerung wachsen die ohnehin schon enormen Kosten dieses Prestigeprojekts, wird das ohnehin höchst fragwürdige Kosten-Nutzen-Verhältnis dieses Milliardengrabs ungünstiger. Doch irgendwann ist bei solchen Großbauten stets der Punkt erreicht, an dem es auch als politisch unmöglich gilt, die Notbremse zu ziehen und nicht dem vielen schon verpulverten Geld weiteres nachzuwerfen, bis zum bitteren Ende, wie monströs die Gesamtsumme am Ende auch sein mag. Und ebendiesen Punkt möchten die DB AG und ihre Verbündeten in Sachen ?Stuttgart 21? natürlich nicht so rasch wie möglich erreichen.

Rauchverbot in Einbahnstraßen ? und die A 100 wird verlängert!

Montag, 1. August 2011

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Im Saarland hat das ja auch geklappt.

Manche meinen, die Berliner Abgeordnetenhauswahl am 18. September würde langweilig werden.

Natürlich: Daß es nach zehn glorreichen Jahren nicht noch einmal für Rot-Rot reichen dürfte, ist so gut wie sicher. Daß die SPD wieder ? auf niedrigem Niveau ? stärkste Partei wird, ebenfalls. Bleibt als einzig interessante Frage, ob sich SPD und Grüne in den Koalitionsverhandlungen so sehr zerstreiten werden, daß einer von beiden die verzweifelten Hoffnungen der CDU erfüllt und dieser zur Rückkehr in den Senat verhilft ? wobei es reizvoll sein dürfte, ob den Gremien von SPD oder Grünen eine Koalition mit der CDU zu vermitteln sein wird, wenn es rechnerisch auch für Rot-Grün reichen würde.

Wirklich spannend ist aber eine andere Frage: Wie wird es der einschlägigen Lobby und insbesondere den Beamten der Senatsverkehrsverwaltung abermals gelingen, eine andere, bessere Verkehrspolitik zu vereiteln? Insbesondere letztgenannte haben in den vergangenen zwanzig Jahren Eindrucksvolles vollbracht: Ihnen war ganz gleich, welchem Senatsressort sie zugeteilt waren, und erst recht, wer unter ihnen Senator spielen durfte.

Nun kann man davon ausgehen, daß dies demnächst ein Grüner sein wird ? die Partei dürfte auf dem Stadtentwicklungsressort beharren, zumal zu diesem auch der Umweltschutz gehört, und eine Aufteilung dieser Senatsverwaltung ist unwahrscheinlich, da die Zahl der Senatoren begrenzt und Klaus Wowereit aufgegangen ist, daß ein Kultursenator einer Stadt wie Berlin vielleicht doch nicht schlecht anstünde.

Daß sich an der Verkehrspolitik aber wieder nichts ändern wird, darauf wette ich nicht ? denn eine solche Wette wäre unfair. Man darf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß man sich in fünf Jahren wieder wundern wird, wie wenig wieder für die Beschleunigung von Bussen und Trams getan wurde, daß sich deren Reisegeschwindigkeiten erneut verlangsamt haben, daß es auf den U-Bahn-Stationen weiterhin kaum Personal gibt, daß die DB AG dem Senat in Sachen S-Bahn weiter auf der Nase herumgetanzt ist, daß sich die (noch immer hoch verschuldete) BVG konsequent bemüht, auf manchen Linien die Fahrgäste zu vertreiben, und wie wenig Straßenbahnstrecken neu gebaut wurden ? dafür aber jede Menge schöne Straßen und natürlich die Verlängerung der Stadtautobahn A 100.

Wie den Grünen die Zustimmung dazu abgerungen werden wird, zählt den spannendsten Fragen der nächsten Monate: Ein Alkoholverbot (natürlich strikt, absolut und total) in der BVG und am besten auch auf den Straßen, dürfte bereits ?gesetzt? sein, ebenso ein Rauchverbot in der Gastronomie und ein Heizpilzverbot in der ganzen Stadt. Aber vielleicht kann man die Grünen noch mit einem Rauchverbot in Einbahnstraßen ködern, mit einem Plastiktütenverbot, einem Pommes-frites-Verbot oder einem Colaverbot in allen Räumlichkeiten, zu denen Kinder unter dreißig Jahren Zutritt haben?

Wer die Vertreter dieser Partei kennt, weiß: Derlei Angeboten dürften sie kaum widerstehen können.

Wer ist Frank Henkel?

Montag, 1. August 2011

Liebe Berlinerinnen und Berliner!

Dieser Tage werden Ihnen an vielen Laternenmasten möglicherweise Plakate mit einem Herrn namens Frank Henkel auffallen. Sie werden ihn nicht kennen, denn er ist Spitzenkandidat der CDU und möchte in sieben Wochen Regierender Bürgermeister werden.

Wie bitte? Ich kann Sie nicht verstehen, wenn Sie so lachen. Nein, das ist natürlich nicht der Ernst der CDU. So wie man neben vielem anderen auch die verkehrspolitischen Vorstellungen dieser Partei nur ernstnehmen kann, wenn man einen großen Hang zur Nostalgie hegt. Sie können sich natürlich darüber informieren, beispielsweise unter www.cduberlin.de

Doch wozu wollen Sie das tun, bei einer Partei, die als Spitzenkandidaten Frank Henkel aufstellt?

P.S.: Lesen Sie auch: Die Reinickendorfer CDU hängt Plakate auf, welche die gesamte Substanz dieser Partei wiedergeben.