Archiv für Januar 2011

Der aktuelle politische Witz

Dienstag, 25. Januar 2011

Warum gibt es in der BRD so viele Schlaglöcher? ? Weil man die nicht exportieren kann.

61 Jahre BRD

Mehdorns Märchen

Dienstag, 18. Januar 2011

Die jüngsten Einlassungen von Ex-Bahnchef Mehdorn sind ein einziger Skandal: Der Mann tut so, als hätte er mit den zahlreichen Problemen, mit welchen die Bahn inzwischen zu kämpfen hat, kaum etwas zu tun. Als wäre er nicht der Haupt-, nein: Alleinverantwortliche. Dabei haben es uns die meisten Medien wie viele Politiker in den letzten Jahren immer und immer wieder vermittelt: Hartmut Mehdorn ist nicht etwa nur ein hoher ? und hochbezahlter ? Angestellter der Deutschen Bahn AG gewesen, sondern deren Besitzer. Sämtliche Aktien befanden sich in seiner Hand.

Unumschränkt konnte er deshalb schalten und walten ? ob Orientierung auf den ICE-Verkehr zwischen Metropolen und Vernachlässigung des Verkehrs in der breiten Fläche, ob Personalabbau, ?Rückbau? des Schienennetzes, Schließung von Werkstätten, Verschrottung noch brauchbarer Loks und Waggons, umfassender Verkauf von Flächen und Gebäuden, Vereitelung von Konkurrenz, Vernachlässigung der Infrastruktur bei gleichzeitiger Förderung weniger Großprojekte, weitere fragwürdige Investitionen (nicht zuletzt im Ausland), ignoranter und arroganter Umgang mit Fahrgästen, permanente Preissteigerungen bei zunehmend lausigem Angebot, Schaffung ineffizienter Unternehmensstrukturen mit immer mehr Töchtern, welche Geld hin und her bewegen und vor allem immer mehr Häuptlinge beschäftigen, der Austausch von vielen, vielen Fachleuten durch inkompetente, sach- und fachfremde Manager, die Zustände bei der Berliner S-Bahn oder die Anschaffung ungenügenden Wagenmaterials und allem voran eine gnadenlose Orientierung auf Profitmaximierung, auch genannt ?Kaputtsparen?, um das Unternehmen lukrativ an der Börse verscherbeln zu können.

So es all dies (und noch manches mehr) überhaupt gegeben haben sollte ? alles hat Hartmut Mehdorn erdacht und entschieden. Die Politik, einschließlich des Unglücklichen, der unter Mehdorn gerade Bundesverkehrsminister spielen mußte, konnte diesem Treiben nur tatenlos zusehen, verzweifelt die Hände ringen und die Haare raufen und immer und immer wieder Vernunft, Einsicht, Umkehr fordern. Höhnisch lächelte Mehdorn den machtlosen Volksvertretern und Bundesregierenden ins Gesicht und ignorierte die flehentlichen Bitten. Bis er eines Tages beschloß, sich selbst zu entlassen. Und die Bahn AG an Rüdiger Grube zu verkaufen.

Wunder des Alltags (1)

Montag, 17. Januar 2011

Die Designinstitution AIGA (Abkürzung für: American Institute of Graphic Arts) bietet Piktogramme, insbesondere solche, die für Flughäfen benötigt werden, zum kostenlosen Download und zur freien Verwendung an. Darunter das Zeichen für abgehende Flüge, welches naheliegenderweise so aussieht:

40_departingflights_inv

Ankommende Flüge sollen hingegen, wohl um eine Assoziation mit abstürzenden Flugzeugen zu vermeiden, so ausgeschildert werden:

41_arrivingflights_inv

Warum sich das bloß in Deutschland nicht so recht durchgesetzt hat?

Ein Schuft, wer Böses dabei denkt!

Samstag, 15. Januar 2011

Die Berliner S-Bahn-Krise muß wirklich arg sein. Denn selbst die RBB-Abendschau wird zunehmend unwirsch. Sogar an Nebenschauplätzen verbeißt man sich dort und läßt den sonst gewohnten Dufte-Journalismus vermissen. So nahm man sich in den letzten Tagen des Theaters um den Fußgängertunnel zwischen dem unterirdischen S-Bahnhof Friedrichstraße und dem dortigen U-Bahnhof an. Nachdem der 1936 eröffnete Verbindungsgang vor einigen Jahren abgerissen worden war, um das Gelände, welches er durchquerte, mit einer wahren Perle der Architektur zu bebauen, hatte der neue Tunnel eigentlich eröffnet werden können. Einen Tag lang war er sogar offen gewesen ? dann hatte ihn die Bahn (also: eine ihrer zahllosen Töchter) wieder geschlossen. Es gäbe da noch rechtliche Fragen zu klären. Darüber soll man sich selbst beim Eisenbahnbundesamt verwundert gezeigt haben. Aber das ist ja nur die Aufsichtsbehörde.

Böse Zungen behaupteten bereits, die Bahn demonstriere an diesem Beispiel wieder einmal, daß privatwirtschaftliche Mißwirtschaft und bürokratische Ineffizienz einander keineswegs ausschlössen.

Wertvoll war der Vorgang eben nicht zuletzt, als er den Lokaljournalisten des RBB Gelegenheit bot, sich in kritischer Berichterstattung zu üben. Und sogar noch einmal nachzuhaken, nachdem der Tunnel nun endlich (und hoffentlich) dauerhaft genutzt werden darf. Doch aller Anfang ist bekanntlich schwer ? zum Glück für die Bahn: Wiederholt beklagten die Fernsehleute, die armen Fahrgäste müßten ? statt den Gang benutzen zu dürfen ? die Treppe zum Spreeufer emporsteigen, dann einige Dutzend Meter über zeitweise vereiste Gehwege marschieren, bis sie in der Friedrichstraße endlich den Zugang zur U-Bahn erreichen würden. Keinen Gedanken verschwendeten die Reporter daran, daß es noch einen anderen Weg gibt: Mit der Rolltreppe in die einstige Schalterhalle des Regional- und S-Bahnhofs, welche inzwischen ? selbstverständlich ? zu einem Einkaufszentrum umgebaut worden ist. Dieses durchquert man größtenteils oder auch auf voller Länge. Und steigt dann in die südlichen Zugänge des U-Bahnhofs.

Nein, keinen Gedanken verschwendeten die Reporter daran, daß dies womöglich der Weg sein könnte, den die vielen tausend Umsteiger täglich nach Ansicht der Bahn AG lieber nehmen sollten. Und daß dem Unternehmen deshalb kein Grund zu unsinnig war, um die Eröffnung des ladenlosen Fußgängertunnels zu torpedieren und so lange wie möglich hinauszuzögern.

Es ist ja auch ein völlig absurder Gedanke.

(Keine) Zukunftsfrage

Freitag, 14. Januar 2011

Einer aktuellen Umfrage zufolge halten die Berliner jetzt, acht Monate vor der Abgeordnetenhauswahl, den Verkehr für das Problem, welches am dringendsten der Lösung bedarf. Um das sich zu kümmern sie deshalb insbesondere vom Senat erwarten. Bislang, jahrelang, war es die Arbeitslosigkeit gewesen.

Kann man demzufolge davon ausgehen, daß ? insbesondere wenn Rot-Rot und Klaus Wowereit weitermachen dürfen ? sich an der S-Bahn-Krise auch 2020 noch nichts gebessert haben wird?

Haste ma ?ne Flotte?

Montag, 10. Januar 2011

Jetzt greift Peter Ramsauer ein. Und durch. ?Hier müssen wir in zukunftsfähiges neues Material investieren?, hat der Bundesverkehrsminister der ?Rheinischen Post? erklärt. Und damit bekräftigt, was aus seinem Ministerium schon in der vergangenen Woche verlautete: Statt dauernd an den alten S-Bahn-Zügen herumzuflicken, solle man lieber neue kaufen. Zwei Milliarden (also zweitausend Milliönchen) Euro dürfe das schon kosten.

Nun wundert sich vielleicht der eine oder andere: Es gibt bei den Wagen der Baureihe 481, die den größten Teil der Berliner S-Bahn-Flotte ausmachen und die meisten Probleme bereiten, doch gar nicht sooo viele Probleme: Lediglich mit den Motoren, mit den Bremsen, mit den Achsen, mit den Rädern, mit den Türen, im Sommer mit der Lüftung. Im Winter mit der Heizung? Eher nicht, denn wenn die Wagen so richtig voll sind, sorgen schon die Opfer, pardon: Fahrgäste dafür, daß es heiß wird. Zumal wenn ihnen mal wieder Grund genug gegeben wurde, vor Wut zu kochen. Was also auch einen wertvollen Beitrag zur Energieeinsparung darstellt.

Aber natürlich sind diese alten Züge nun schon zehn, fünfzehn Jahre alt. Das kann man ebenso leicht vergessen wie den ? in den Medien ordnungsgemäß nachgebeteten ? Jubel über sie, als sie vorgestellt wurden. Oder die Erklärungen von S-Bahn-Seite zur Auslieferung der letzten Wagen, nun sei man für die kommenden Dekaden gerüstet. Nachdem man endlich die ollen Gurken aus Reichsbahnzeiten losgeworden war, die sechzig, siebzig Jahre gehalten hatten.

Selbstverständlich könnte man mal recherchieren, wie lange Planung und Ausschreibung, Erprobung und Zulassung, Bau und Auslieferung der Baureihe 481 gedauert haben. Doch das würde am Ende noch in Journalismus ausarten.

Und bei den zwei oder drei Konzernen, die als Auftragnehmer noch in Frage kommen, sehnt man sich sicher sehr dringend danach, von jetzt auf gleich tausend oder so Wagen für die Berliner S-Bahn zu bauen. Die Pläne für diese Fahrzeuge, die in diverser Hinsicht Sonderanfertigungen sein müssen, hat man bereits fertig in den Schubladen. Die Produktionskapazitäten stehen bereit. Und falls nicht, baut man mal eben eine Fabrik, nur um dort Berliner S-Bahn-Wagen zu bauen. Es kann gleich losgehen. Und zu Weihnachten (2011) sind die Züge dann fertig. Alle tausend oder so Wagen.

Nein, aber 2015 könnten die ersten neuen Züge ausgeliefert werden, ist den Medien zu entnehmen. Oha. Möchte man womöglich einfach die bisherigen Modelle noch einmal bauen? Bloß mit Motoren, Bremsen, Achsen, Rädern, Türen, die nicht öfter mal versagen oder häufig überprüft und ausgetauscht werden müssen? Das wäre wahrlich eine brillante Idee: Wenn man ein Auto gekauft hat, das zwei Jahre lang mehr in der Werkstatt stand als fuhr, dann geht man natürlich gern auf das Angebot des Herstellers ein, ein weiteres Auto des gleichen Modells zu erwerben, nur diesmal eines, das öfter funktioniert.

Nach 2017, wenn der jetzige Vertrag mit der S-Bahn ausläuft, wären auf alle Fälle neue Fahrzeuge fällig, erfahren wir aus der Presse. Denn dann hätten die noch zu Mauerzeiten unter Ägide der BVG und der Reichsbahn entworfenen Wagen, also die nur in relativ kleiner Zahl entstandenen Baureihen 480 und 477, das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Klar: Viel länger als fünfundzwanzig Jahre hält so ein S-Bahn-Wagen heutzutage nicht mehr. Und deshalb bräuchte man dann rund zweihundert Stück.

Moment mal: Sollte der Vorstoß für eine neue Flotte nicht darauf abzielen, möglichst bald die neuesten Züge ausrangieren zu können, die den größten Teil des Wagenparks ausmachen und die größten Probleme bereiten?

Egal. Hauptsache, als Verantwortlicher von Bahn und/oder Bundesregierung ? der sich in der Regel als für die Probleme nicht verantwortlich erklärt ? hat man mal wieder eine Nebelkerze geworfen. Glücklicherweise lassen sich Premiumjournalisten schnell beeindrucken und verwirren. Mal eben Flotte austauschen geht da leicht als ernsthafter Vorschlag zur Behebung der akuten Not durch, als Möglichkeit, die Endloskrise in nächster Zeit zu beenden. Und wenn die so störanfällige Baureihe 481 in Wahrheit erst in den 2020er Jahren aus dem Verkehr gezogen wird (also: dauerhaft aus dem Verkehr gezogen), hätte sie doch ein wenigstens halbwegs akzeptables Alter erreicht. Und wäre wohl auch in den Büchern abgeschrieben worden, statt nur von den Fahrgästen.

Machtwort

Freitag, 7. Januar 2011

Machtwort
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Welch Glück, daß wir nicht 1971 haben!

Freitag, 7. Januar 2011

1971-2011
Cartoon größer, besser ansehen? Anklicken!

Unlängst stolperte ich über folgenden Text:

Mensch Meier kam sich vor wie ne Ölsardine,
irgendjemand stand auf seinem rechten großen Zeh.
Das passierte ihm auch noch in aller Hergottsfrühe
im 29er kurz vor Halensee.

(?) was die so mit uns machen, ist der reine Hohn.
Erst wolln se von uns immer höhere Steuern
und was se dann versieben, kostet unseren Lohn.

(?) Und wenn die da oben x-Millionen Schulden haben,
dann solln ses bei den Bonzen holen, die uns beklauen.
Du kannst deinem Chef bestellen, wir fahrn jetzt alle schwarz.

Der aufmerksame Beobachter des Zeitgeschehens wird sofort bemerkt haben: Hier handelt es sich um einen Text, der eindeutig aus der Vergangenheit stammt und mit unseren heutigen Verhältnissen überhaupt nichts zu tun hat.

Das Lied der Gruppe Ton Steine Scherben (nachzulesen hier, was man melden muß, schon aus Gründen des Jugendschutzes, denn am Ende entdecken das noch zwanzigjährige Kinder) entstand anläßlich heftiger Proteste gegen eine happige Fahrpreiserhöhung bei der West-Berliner BVG. Ab 1. März 1972 sollte man für eine Fahrt mit der U-Bahn statt 40 ganze 60 Pfennig zahlen (30,7 Eurocent). Auf Sammelkarte 50 Pfennig (25,6 Eurocent). Eine Fahrt mit dem Bus sollte fortan 70 Pfennig kosten (35,8 Eurocent). Umsteigen zwischen Bussen oder Bus und U-Bahn ohne neu zu bezahlen gab es nur via 4-Fahrten-Sammelkarte für drei Mark (1,53 Euro). Arbeitslose konnten eine Sammelkarte (fünf Fahrten ohne Umsteigeberechtigung) für eine Mark (0,51 Euro) nutzen. Für eine Reise mit der von ihr betriebenen S-Bahn verlangte die Reichsbahn 30 Pfennig (nein, kein Tippfehler: 30 Pfennig = 0,1534 Euro), ab 1. September 1972 50 Pfennig.

Natürlich waren die damaligen Fahrzeuge mit den heutigen nicht zu vergleichen. Die U-Bahnen besaßen noch durchgängig höllisch unbequeme Polster- statt schicker Hartschalensitze. Die S-Bahnen fuhren in vollem Umfang, auch im Winter, ihre völlig primitiven Motoren fielen nicht dauernd durch Flugschnee aus, Räder und Achsen vertrugen einiges und die Türen funktionierten bei jedem Wetter. Es brannte nicht hin und wieder ein BVG-Bus. In den meisten von ihnen gab es noch Schaffner und auf allen U- und S-Bahn-Stationen Personal ? und nicht einmal nur solches, das sich in den Aufsichtshäuschen hinter verspiegelten Scheiben verkroch oder sich vor allem damit beschäftigte, Raucher zu jagen. Zumal Rauchen seinerzeit bei der BVG fast überall erlaubt war, auf den Stationen, in den Bussen, in den Zügen. Das U-Bahn-Netz wurde ständig erweitert und nahezu alle Buslinien wurden mit Doppeldeckern betrieben. Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen damals selbst die Rolltreppen noch meist funktioniert haben. Man sieht: Es waren furchtbare Zeiten. Man hatte auf die erwähnte Preiserhöhung sogar fast acht Jahre warten müssen.

Womöglich aufgeputscht durch den Nikotingenuß (es kann kaum anders sein, denn in den sechziger und siebziger Jahren wurde wohl mehr gequalmt als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte, deshalb auch die ungeheuer niedrigen Geburtenzahlen), zeigten sich viele Menschen ungewöhnlich aufmüpfig und widerspenstig: Andauernd wurde protestiert, demonstriert, randaliert. Man stellte nicht nur Forderungen, sondern erwartete sogar, daß diese erfüllt werden. Schlimmer noch: Man verlieh ihnen Nachdruck.

Die Menschen mußten ganz ohne die Lethargie und Hoffnungslosigkeit auskommen, in welcher wir uns heute so behaglich eingerichtet haben, umkränzt vom Mantra ?Das hat sowieso keinen Sinn. Da kann man nichts machen. Da kriegen wir womöglich Ärger. Zu dieser Politik gibt es keine Alternative.?

Man mag sich gar nicht vorstellen, was vor vierzig Jahren los gewesen wäre, hätte es nicht nur Endloskrisen im öffentlichen Personennahverkehr mit erheblichen Angebotseinschränkungen gegeben, Verantwortliche, die über weite Strecken den starken Eindruck erwecken, daß ihnen das Desaster völlig schnuppe ist, und einen Senat, der als entweder unfähig erscheint oder faul oder beides. Und wenn mitten in diese Situation, als sie bereits mehr als achtzehn Monate andauert, auch noch eine lustige kleine Tariferhöhung geplatzt wäre. Weil die letzte bald drei Jahre zurückliegt.

Vor vierzig Jahren hätten viele Menschen diese Verteuerung, pardon: Anpassung, als Gipfel der Frechheit verstanden, als ultimative Provokation, als Funken am Pulverfaß. Da ? spätestens da ? wäre womöglich der schicke Bahntower ein wenig entglast worden (was das Gebäude heutzutage, gelobt sei der Fortschritt, zuweilen selbst übernimmt ? achten Sie auf das, was am Potsdamer Platz von oben kommt, aber natürlich besteht kein Grund zur Besorgnis), der eine oder andere Manager wäre wenigstens geohrfeigt, wenn nicht mit faulen Eiern (seinerzeit noch ohne Dioxin?) beworfen worden. Böse Politvandalen hätten die Schlitze der ? damals noch gar nicht so zahlreichen ? Fahrscheinautomaten verklebt, um einen Grund zu schaffen, auf den Billetkauf zu verzichten. Es hätte Demonstrationen gegeben, Boykottaktionen und, als Krönung des zivilen Ungehorsams, organisiertes Schwarzfahren ? letzteres nach so üblen Motti wie ?Allein machen sie dich ein?, weshalb man sich gesagt hätte: Wenn Zehntausende schwarzfahren, sind die Kontrolettis schnell überfordert. Für die, die sie erwischt hätten, hätten die Aktivisten des Widerstands einen Solidaritätsfonds organisiert, aus dem das ?erhöhte Beförderungsentgelt? beglichen worden wäre.

Ja, schlimm wäre das gewesen. Und nur, weil man damals noch nicht glauben wollte, daß man da ? wie bei praktisch allen anderen Dingen ? leider nichts machen kann.

Welch Glück, daß wir nicht 1971 haben.