Archiv für April 2007

Alles wird gut

Montag, 30. April 2007

Während sie beim “lieben George” weilt, läßt unsere geliebte Füh-, äh, Kanzlerin verlauten, der Koalitionskrach sei vorbei.

Da hat sie zweifelsohne recht: Es wird nicht mehr gezankt werden innerhalb der Bundesregierung und zwischen den sie tragenden Parteien. In diesem Monat.

Warnstufe Tomatenrot!

Sonntag, 29. April 2007

Ein Anschlag in Deutschland steht unmittelbar bevor. Möglicherweise. Meldet RTL. Ob die verläßliche Quelle der “National Enquirer” ist?

Ich habe aber tatsächlich Angst. Wenn ich daran denke, wie vielen und wie mächtigen Leuten in diesem Land so eine Explosion in den politischen Kram passen könnte.

Wütend und traurig

Donnerstag, 26. April 2007

… und sogar betroffen, irgendwie, macht mich, was ich im Fernsehen erfahren muß: In Neuseeland, zum Beispiel, wird von Einwanderern doch tatsächlich erwartet, daß sie die Landessprache sprechen! Zumindest irgendwann einmal.

Ein Glück, daß das bei uns ganz anders ist.

Du bist der Aufschwung!

Mittwoch, 25. April 2007

Der Siemens-Chef geht. Das macht mich sehr betroffen: Wieder ein Arbeitsloser mehr! Und hat er etwa selbst gekündigt? Du liebe Zeit! Dann kriegt er ja erstmal gar keine Stütze.

Ich erwäge, für den armen Mann zu spenden. Und zu sammeln. Denn wir sitzen doch alle im selben Boot! Und wer fleißig ist und Gutes leistet, der soll keine Not leiden. Schon gar nicht, wenn er so unverschuldet in Bedrängnis gerät.

Sie sind Organspender!

Dienstag, 24. April 2007

Um die Zahl der Organspenden zu erhöhen, sollen sich die Ärzte künftig frei bedienen können, wenn ihnen dies nicht ausdrücklich verboten wurde.

Ein etwas fragwürdiges Vorgehen. Zumal es soviel einfacher ginge: Jeder halbwegs geeignete Bürger, insbesondere unter dreißig, darf sich vom Staat kostenlos ein Motorrad ausleihen. Und zwar bis zu seinem Lebensende.

Boris Jelzin ist tot

Montag, 23. April 2007

Er war der erste frei gewählte Präsident Rußlands.
Und der letzte.

Sachsen-Anhalt vorn!

Montag, 23. April 2007

Sachsen-Anhalt hat mal wieder einen neuen Rekord aufgestellt: Nach der niedrigsten Landtagswahlbeteiligung aller Zeiten nun die niedrigste Kommunalwahlbeteiligung der deutschen Geschichte.

Dies zeugt von einer geradezu bewundernswerten politischen Reife: Die Wahlbürger dort sind sich offenbar zu rund siebzig Prozent der Tatsache bewußt, daß es ganz und gar gleichgültig ist, welche Herrschaften Politik simulieren, ihr eigenes Süppchen (und das ihrer Freunde und Auftraggeber) kochen und Unfug bis Schaden produzieren dürfen. Die Menschen dort sind mit diesem System offenbar so fertig, daß sie seine Vertreter nicht einmal mehr ärgern wollen, indem sie irgendwelche Wirrköpfe wählen. Oder von diesen gar ernsthaft etwas erwarten würden. Also etwas, das von CDUCSUSPDFDPPDSGrüne längst nicht mehr zu erwarten ist: Sinnvolles und Positives.

Sie spielen einfach nicht mehr mit. Denn die höchste Form der Verachtung ist bekanntlich nicht Haß. Sondern totales Desinteresse.

Lang lebe die Klimakatastrophe! (2)

Sonntag, 22. April 2007

Der Rinderbesamungsbetrieb füllt sein sonntäglich leeres Programm mal wieder mit Jubel übers Wetter.

EIN TRAUMTAG!

Ja, und das mitten im April. Wenn es so weitergeht – dann wird unser ganzes Leben zu einem einzigen Traum.

Nebenher erfuhr man dann auch mal: Dank des praktisch nicht stattgefunden habenden Winters rennen in Brandenburg jetzt zirka zehnmal soviele Zecken herum wie im Vorjahr. (Und damit sind wirklich die Insekten gemeint. NATÜRLICH.)

Eine vorbildliche Staatsbürgerin zeigte aber sogleich optimalen Optimismus und meinte, da müsse man doch bloß ein bißchen aufpassen, wenn man – wie ab sofort wieder üblich – halbnackt bzw. mehr als halb nackt durch Stadt und Land schlurft (gehen lassen Latschen ja leider nicht zu).

Genau! Vielleicht sollte man mit der Zecke einfach mal ein klärendes Gespräch führen. Und, spätestens wenn man die durch sie verursachte Infektion überstanden hat (wenn!) eintreten in einen Täter-Opfer-Ausgleich.

Gleiches gilt im übrigen für die Pollen, die jetzt auch ungekannt früh und massenhaft die wachsende Zahl von Allegikern erfreuen.

Ah, welch ein Traumtag!

Wahre Umweltfreunde

Samstag, 21. April 2007

Habe heute Zwiebeln gekauft und leider erst daheim nachgeschaut, wo diese herkamen: Aus Australien.

Natürlich: Das Land mit dem besonders großen Umweltbewußtsein. Weiß man ja: Wo jetzt mal fix die Glühbirnen verboten werden, zur Rettung des Klimas. Wer so vorbildlich Kohlendioxid-Emissionen einspart, der darf dann auch Zwiebeln um die halbe Welt transportieren. Denn wo sollten wir in Europa sonst so ein ausgefallenes Gemüse herbekommen?

Höchste Wachsamkeit (tschekistische?)!

Samstag, 21. April 2007

Die Terrorwarnstufe ist erhöht worden! Von Erdbeerrot auf Himbeerrot!

Selbsthilfe

Samstag, 21. April 2007

Wirklich bemerkenswert am US-Rumballerer dieser Woche ist doch, daß und wie dieser die Öffentlichkeitsarbeit in die eigene Hand genommen hat. Wenn das mal nicht Schule macht. In jedem Falle ist dieser Platz in der Mediengeschichte etwas, was ihm keiner mehr nehmen kann. Im Gegensatz zu seinem Mordrekord, bei dem ja jede Minute damit gerechnet werden muß, daß er überboten wird. Gerade im tollsten Land der Welt.

Welcome to America

Freitag, 20. April 2007

Auf CNN zwei Studenten, welche zur größten Begeisterung der Fernsehfritzen das einzig Richtige getan und einfach mal losgefilmt haben, als vor ihrer Nase etwas Eigenartiges passierte. Doch nicht nur das schöne Video vom Rande des dieswöchigen Amoklaufs ist bemerkenswert. Sondern auch, daß die beiden Zeugen des Geschehens Schweden sind, die erst am Tag zuvor angekommen waren.

Das ist dann ja doch schön, wenn man gleich mal mit den Gebräuchen seines Gastlandes vertraut gemacht wird. (Als nächstes dürfen sie vielleicht einer ordnungsgemäßen, da staatlichen, Tötungsaktion beiwohnen. Natürlich nur, wenn sie nicht rauchen oder schlimme Wörter sagen. Und ob sie für ihr Video eine schöne Belohnung bekommen? Vielleicht eine halbautomatische Waffe?)

Amoklauf in den USA!

Dienstag, 17. April 2007

Und hier noch einige absolut überraschende Nachrichten: Im Heiligen Land herrscht Krieg. Im Irak hat es einen Anschlag gegeben. Ein Politiker ist einer Lüge überführt worden. Die Erde kreist um die Sonne. Planwirtschaft funktioniert nicht.

Lang lebe die Klimakatastrophe!

Montag, 16. April 2007

In Duisburg und Paris war es gestern heißer als in Kairo oder Athen. Dreißig Grad, mitten im April! Hurra!

Verständlich, denn der Winter war lang und eisig: Er dauerte mehrere Tage, und manchmal bewegten sich die Temperaturen deutlich unter zehn Grad! Da freuen sich die Menschen natürlich, ausgemergelt und bar Brennstoff, wenn endlich, im April, der Sommer beginnt. Die Medien können sich kaum beruhigen, knallhart-investigativ wird nachgefragt, warum denn nicht mal eben, spontan und für zwei Tage, die Freibäder öffnen, viele Mitmenschen zeigen uns wieder Dinge, welche wir AUF GAR KEINEN FALL sehen wollen, und jeder läßt irgendetwas baumeln.

Die Fernsehmeteorologen stimmen uns, durchströmt von Begeisterung und erwartungsvoller als der frömmste Christ im Advent, darauf ein, daß Großes bevorstehen könnte: Neue Hitzerekorde von ungeahnten Dimensionen.

Höchste Waldbrandgefahr Mitte April. Wie wundervoll!

Terrorismus

Sonntag, 15. April 2007

Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz findet, drei Euro Stundenlohn sei noch viel zu viel. Das fördere nur die Arbeitslosigkeit.

Bravo!

Man muß dieses ganze Thema, mit Mindestlöhnen und ähnlichem Gedöns, ganz anders angehen. Radikal neu denken. Zwei Euro Stundenlohn! Fünfzig Cent Stundenlohn! Und dann, endlich: Untertanen, die auch noch etwas dafür zahlen, daß sie arbeiten dürfen. Und damit ihrem tristen Dasein einen Sinn geben.

DAS ist neue soziale Marktwirtschaft!

Und als allererstes geht Wirtschaftsweiser Wolfgang Franz mit gutem Beispiel voran.