Archiv für März 2007

Jetzt ist Frühling

Montag, 26. März 2007

Es gibt nur eins, was noch schlimmer ist: Sommer.

Tag der Werktätigen in der volkseigenen Obertrikotagenproduktion

Mittwoch, 21. März 2007

Heute ist ?Welttag der Pösie?. Aus diesem hehren Anlaß eine ebenso kostbare wie köstliche Komposition von Loriot:

Ich muß die Nase meiner Ollen
an jeder Grenze neu verzollen.

(Grüße an den Schwippschwager in Elberfeld.)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe *****

Sonntag, 18. März 2007

Eines der bizarrsten Erlebnisse dieser Woche: Die Hofberichterstattung in der ARD über den Lateinamerikabesuch unseres hochverehrten Herrn Bundespräsidenten. Horst Köhler war unter anderem in Ecuador! Und hat beschlossen, nun verstärkt den Umweltschutz auf seine Agenda zu setzen. Na, dann kann ja nichts mehr passieren ? der Regenwald ist gerettet! Exzellenz kümmert sich künftig persönlich darum.

Was wohl die Eingeborenen dazu gesagt haben werden? So sie überhaupt davon erfahren haben. Vermutlich: Wie? Der deutsche Präsident ist da? Ist denn nicht mehr diese komische Frau dran?

Der Käse ist unser Unglück!

Freitag, 16. März 2007

In der Abendschau Erschreckendes: Käse ist ein Klimakiller! Und Wurst noch schlimmer. Erlaubt sind künftig nur noch Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten. Wer keinen hat, kann gleich sterben. Wer das nicht tut, den frißt der Treibhauseffekt.

Passend dazu gleich im Anschluß eine umfangreiche Wehklage darüber, daß Berlin noch viel zu wenig Flugverkehr hat. Insbesondere Interkontinentalverbindungen fehlten.

Freiheit and Democracy

Freitag, 16. März 2007

Die ?Nummer 3 von Al-Kaida? hat ein umfassendes Geständnis abgelegt. Und das, obwohl in den USA gar keine Wahlen anstehen. Erschütternd: Der Herr hat sich nicht dazu bekannt, auch für den Zweiten Weltkrieg, die Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgerpaares, den Prager Fenstersturz, die Völkerwanderung und die Zerstörung Pompejis verantwortlich zu sein.

Da werden die amerikanischen Freiheitskämpfer wohl noch ein bißchen nachfoltern müssen.

Raucherterror

Mittwoch, 14. März 2007

Einem Videotext ist zu entnehmen:

?Ein betrunkener 28-Jähriger hat sich in Dortmund durch die Babyklappe einer Klinik gezwängt. In dem verschlossenen Raum dahinter wartete er dann seelenruhig und Zigarette rauchend auf die alarmierten Polizisten, nachdem sein Gekrabbel von der Krankenhaus-Pforte aus beobachtet worden war. Er habe lediglich einen Spaß machen wollen, sagte er den Beamten laut Polizeibericht. Die sahen das anders und erstatteten Anzeige wegen Hausfriedensbruchs.?

Besonders schlimm wurde das Verbrechen natürlich dadurch, daß der Kriminelle geraucht hat!

Pfui, pfui, pfui! Polizei! Gesundheitsschutz! Bundeswehr! UNO!

Mittwoch, 14. März 2007

Für das zur Auferstehung bestimmte ?Zeit-Magazin? wird angekündigt: Eine wöchentliche Kolumne mit dem skandalösen Titel ?Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt?.

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Diesen Raum benötigte ich, um Luft zu holen. Und mich zu beruhigen. Wütend und traurig bin ich immer noch. Irgendwie. DA WIRD DER TOD VERKAUFT! Und für ein Laster geworben, an dem täglich mehrere Milliarden Menschen sterben. Wie amerikanische Wissenschaftler herausgefunden haben. Ja, dies steht fest: Jeder Mensch, der irgendwann einmal auch nur in die Nähe einer Zigarette gekommen, wird eines Tages sterben.

Erschütternd!

Im Paralleluniversum (3)

Dienstag, 13. März 2007

?Drogen sind geächtet?, weiß Herr Bösenberg, Journalistenimitator vom RBB, der heute einen Kommentar parodieren durfte in der Aktuellen, äh, in den Tagesthemen.

Ja-ha, Drogen sind sowas von geächtet! Wer mal kifft, der ist vollständig unten durch! Oder diese oder jene Pille nimmt. Und erst, wer beim Sport etwas für seine Leistungssteigerung tut. Und sich dabei erwischen läßt.

Hey, Herr Bösenberg, und hier noch ein paar Tatsachen, die nicht angezweifelt werden können: Die Erde ist eine flache Scheibe! Hinter allem, was schiefläuft, steckt eine gewaltige Weltverschwörung! Der Sozialismus siegt! Die Mauer wird auch noch in hundert Jahren stehen!

Einstürzende Neubauten (3)

Dienstag, 13. März 2007

Jetzt ist schon wieder eine Scheibe aus dem “Bahn-Tower” (fast) heruntergefallen. Rund um das gegenüberliegende Hochhaus am Potsdamer Platz stehen seit Monaten Gerüste, die Passanten vor dessen bröselnder Fassade schützen sollen.

Wirklich ein eindrucksvolles Stadttor, das sich da am Nahtpunkt von Potsdamer Platz und Potsdamer Straße erhebt: Zwei Hochhäuschen, von denen gelegentlich etwas herunterfällt. Oder zumindest herunterzufallen droht. Immerhin sind diese imposanten Gebäude, um die uns die ganze Welt beneidet, schon fast zehn Jahre alt!

Warum liest man eigentlich über derlei nie etwas, wenn mal wieder geschwärmt wird vom “Neuen Berlin”? Und dieser Super-Mega-Bombastarchitektur in der “Neuen Mitte”, gegen die Frankfurt am Main oder New York verblassen?

Könnte es sein, daß eine Wesensgleichheit besteht zwischen Qualitätsarchitektur und Qualitätsjournalismus?

Baumeln lassen

Montag, 12. März 2007

Glücklicherweise ist es nicht so, daß es ein wesentliches Merkmal für die umfassende Verprollung Berlins gibt: Sobald das Thermometer zum ersten Male im Jahr die Sechzehn-Grad-Marke berührt, verspürt der gemeine Hauptstädter den unwiderstehlichen Drang, die Hüllen fallen zu lassen.

Bei dem ersten Kurzbehosten des Jahres, den ich heute erblicken durfte mußte, hat es sich ohne Frage um eine Halluzination gehandelt. Denn nicht, was mein Auge erblickt, ist die Wirklichkeit. Sondern nur das, was ich auf der Mattscheibe sehen darf. Wo man sich heute in den Nachrichtensendungen (Sie haben den Wortwitz bemerkt) wieder einmal ausgiebig ausließ über Leute, die beglückt von der Klimakatastrophe irgendetwas baumeln ließen. (Ich hoffe auf das Versiegen des Golfstroms.)

Es ist vollbracht: Deutschland fliegt auf den Mond!

Sonntag, 11. März 2007

Wenn das der Führer noch erlebt hätte!